„Können theoretisch bis Ende Juni spielen“
„Wilde Liga“: Dass auf den Sportplätzen kein Ligenbetrieb stattfindet, haben am Wochenende bei gutem Wetter viele Hobby-Kicker, wie hier am Pavenstädter Weg, genutzt.

 „In Bielefeld ist das eine politische Entscheidung, die Verlängerung der Spielbetriebs-Unterbrechung basiert auf einer Allgemeinverfügung der Stadt. Für uns gilt nach wie vor der vom Verband festgelegte Termin“, erklärt Reinhard Mainka, Vorsitzender des Fußballkreises Gütersloh.

Dennoch kann sich die getroffene Entscheidung in der Leinenstadt, Sportstätten und Fußballplätze bis Ende April zu sperren, auch auf Gütersloher Vereine auswirken. Denn wenn in Bielefeld der Spielbetrieb komplett ruht, gelte das demnach auch für die Heimpartien der dortigen Bezirks-, Landes- und Westfalenligisten. Das hieße: Die betreffenden Vereine könnten nur auswärts antreten.

Dass zum Beispiel die Bezirksliga, Staffel 2, mit etlichen Bielefelder Clubs so auseinandergerissen wird, scheint aber eher unwahrscheinlich. Realistischer wäre dann die Fortsetzung der Meisterschaft erst im Mai. Sollte die Zwangspause darüber hinaus gehen, wäre auch ein vorzeitiger Saisonabbruch denkbar. Alles könne passieren, räumt Reinhard Mainka ein.

Allerdings geht der Kreisvorsitzende davon aus, dass die Serie 2019/20 noch ordnungsgemäß zum Ende abgewickelt werden kann. Sein Argument: „Schließlich stehen die Amateure nicht so unter Zeitdruck wie die Profis. Theoretisch könnten wir ja bis Ende Juni inklusive Englischer Wochen durchspielen, sollte es terminlich noch enger werden.“

Der Chef der heimischen Kicker will zwar im Moment gar nichts ausschließen („Es hat sich eine unvorstellbare Dynamik entwickelt“), hofft jedoch, dass der schlimmste Fall nicht eintritt – nämlich ein vorzeitiger Abpfiff auf der Zielgeraden der Saison. „Wie wir dann verfahren müssen, das ist im Moment völlig unklar. Darüber zum jetzigen Zeitpunkt zu spekulieren, wäre einfach unseriös. Wir müssen erst mal abwarten“, sagt der Leiter des Herzebrocker Ordnungsamtes.

Und das hat auch in der Doppelgemeinde Herzebrock-Clarholz ein komplettes Spiel- und Trainingsverbot für alle Sportarten verhängt. Man habe sich darauf schon eingestellt, sei aber von der Geschwindigkeit der Corona-Entwicklung überrascht worden. Mainka: „Alle Maßnahmen, die wir Anfang der Woche besprochen hatten, waren am nächsten Tag bereits wieder hinfällig.“

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