Kreisliga-A-Meister steigt direkt auf 
Bild: Wegener
In diesem Jahr durften die Kicker BW Sünninghausens den direkten Bezirksliga-Aufstieg feiern. Nach der kommenden Saison wird der Beckumer A-Liga-Meister anders als ursprünglich festgelegt ebenfalls ohne ein drohendes Aus in der Relegation das Ticket für die überkreisliche Spielklasse erhalten.
Bild: Wegener

Am Mittwoch hatte er das entscheidende Schreiben aus Kaiserau erhalten, nachdem der Fußballkreis Beckum für den A-Liga-Meister künftig wieder einen kompletten Aufstiegsplatz erhält und nicht – wie ursprünglich festgelegt – aufs Neue nach der Saison zwei Aufstiegsspiele für den Titelträger fällig werden. Mit dem Erscheinen der Offiziellen Mitteilungen am Freitag, 20. Juli, ist die zugrundeliegende Entscheidung des Verbandsfußballausschusses nun unumstößlich geworden. Künftig erhält jeder Sportkreis mindestens einen Aufstiegsplatz für seinen A-Liga-Meister.

Vor einiger Zeit war Mielczarek noch frustriert von der Ständigen Konferenz in Kaiserau abgereist. Als kundgetan wurde, dass der Kreis Beckum wie vor der Saison 2017/2018 abermals nur einen halben Aufstiegsplatz zugestanden bekommt, war der Ärger groß. „Ich habe meine Tasche gepackt und bin abgehauen“, schildert Mielczarek offen und ehrlich den Moment, als die Entscheidung bekanntgegeben wurde.

Statt aber den Kopf in den Sand zu stecken, stellte er sich gemeinsam mit seinem engsten Vertrauten und Stellvertreter Bernd Kruse und unterstützt von Kreiskassierer Günther mit der Rückendeckung des gesamten Kreisvorstandes auf die Hinterbeine.

„Nach der Ständigen Konferenz haben wir sofort an unserer Beschwerde gearbeitet, waren jeden Tag unterwegs oder haben telefoniert oder Mails verschickt“, erinnert sich Mielczarek. Bis zum positiven Bescheid von Fußball-Abteilungsleiter Thomas Berndsen aus Reihen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) am Mittwoch habe das Ringen um das komplette Aufstiegsrecht sehr viel Kraft gekostet. „Das ging schon an die Substanz“, betonte der 78 Jahre alte Mielczarek, der sein Amt im kommenden Jahr im Rahmen des Kreistages im Ahlener Ratsaal in jüngere Hände legen wird.

Aufstockung auf 16 Teams wirkt sich positiv aus 

Bedeutsam war die Zusammenarbeit mit den Kreisen Arnsberg und Lüdenscheid, denen ebenso nur ein halber Aufstiegsplatz zugebilligt worden war. Die Kreise Beckum sowie die sauerländischen und märkischen Mitstreiter vertraten gemeinsam ihre Interessen und riefen den Verbandsfußball-Ausschuss an.

Der aber schmetterte das Gesuch zunächst ab, woraufhin das Verbandsgericht auf den Plan trat. Letzteres wiederum stellte klar, dass man ein Aufstiegsrecht für jeden A-Liga-Meister wolle und ein entsprechendes Urteil fällen würde.

Dann verwies das Sportgericht den Vorgang zurück an den Verbandsfußballausschuss, der jetzt im Sinne der Verbandsjuristen und der Beschwerdeführer aus Beckum, Arnsberg und Lüdenscheid entschied.

„Man kann doch nicht 30 Spiele absolvieren und dann nicht aufsteigen, weil man in den Relegationsspielen vielleicht einen schlechten Tag erwischt“, erklärte Mielczarek nochmals und nannte beispielhaft die SpVgg Oelde, die als Meister zweimal in Folge nicht aufsteigen durfte.

Im Nachhinein hat sich auch das intensive Bemühen, die A-Liga nach dem Rückzug von RW Ahlen II und dem SV Neubeckum II dank der nachrückenden Clubs aus Vellern und Lette mit 16 Teams in die Saison zu schicken, als goldrichtig erwiesen.

Thomas Berndsen war jüngst noch nicht im Bilde über die aktuellen Mannschaftszahlen der Beckumer Kreisligen und wertete die aufgestockte A-Liga als Argument für eine Entscheidung pro komplettes Aufstiegsrecht des Beckumer Meisters.

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