Kreisreiterverband packt heiße Eisen an
Foto: Hartwig
Die Interessen des Vielseitigkeitssports im Kreisreiterverband vertritt zukünftig Andrea Korte als Beauftragte dieser Disziplin. Die Telgterin beerbt damit Anna Roggenland.
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So konnten die 60 Vertreter der mehr als 30 Vereine unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen tagen. 

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen für den Pferdesport war ein Schwerpunkt der Veranstaltung. Thomas Haddenhorst (Oelde), Vorsitzender des Kreisreiterverbandes, zählte Probleme auf, die die Pandemie und die daraus resultierenden Schutzmaßnahmen für den Pferdesport im Kreis mit sich brachten. 

So kam ab Mitte März der Reitsport im Kreis fast komplett zum Erliegen. Dank der richtigen Auslegung des Tierschutzgesetzes durch die Behörden konnte eine Notversorgung der Pferde gewährleistet werden, was nicht selbstverständlich in allen Regionen Deutschlands war. Neben der Absage und Verschiebung zahlreicher Turniere erwähnte er, dass Corona auch für viele Vereine und Pferdebetriebe zu massiven finanziellen Einbußen geführt hat. 

In diesem Zusammenhang bedankte sich der Vorsitzende beim Landespferdesportverband Westfalen wie auch dem Landes- und Kreisportbund für die Unterstützung. Dabei erwähnte er auch, dass sich die langjährigen Sponsoren des Kreisreiterverbandes trotz Corona weiterhin engagieren wollen. 

Startplatzbegrenzung diskutiert

Ein ganz heißes Eisen in der anschließenden Diskussion war das System der automatischen Startplatzbegrenzung bei Turniernennungen, die dazu führt, dass viele Reiter keinen Startplatz mehr auf den von ihnen gewünschten Turnieren bekommen, wenn sie nicht innerhalb von ein oder zwei Minuten nach Freigabe der Ausschreibung im Internet ihre Nennung abschicken. 

„In den ersten Monaten der Corona-Krise war dies sicherlich ein brauchbares Instrument, um einfach die Anzahl zu begrenzen. Eine solche Startplatzbegrenzung muss aber immer mit Sinn und Verstand angewendet werden und darf nicht zu einem Automatismus werden, der Reitern die Möglichkeit nimmt, auf Turnieren zu starten“, so Haddenhorst. 

In dem Zusammenhang sprach sich Haddenhorst auch dafür aus, dass die Vereine bei der Gestaltung der Ausschreibungen vom Beratungsangebot des Landespferdesportverbandes gebrauch machen, um ihre Turniere zielgruppenspezifisch und ausgerichtet nach den besonderen Bedingungen vor Ort zu gestalten.

Markus Bremer für Martin Fink

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands gab es bei dem Tagesordnungspunkt Wahlen einige personelle Veränderungen. So folgt in der Position des Springbeauftragten für den ausscheidenden Martin Fink (Warendorf) Markus Bremer (Beckum) in diese Position. 

Für Anna Roggenland (Everswinkel), bisher Vielseitigkeitsbeauftragte, rückt ihre bisherige Stellvertreterin Andrea Korte (Telgte) nach. Als neue Assistentin steht Korte nun Annika Schnüpke (Telgte) zur Seite. Als Nachfolgerin für Andrea Leinker (Warendorf), bisher Dressurbeauftragte des Kreisreiterverbandes, wurde Jana Strothmann (Telgte) gewählt. 

Als Voltigierbeauftragte wurde Bianca Bernzen (Ahlen) ebenso wiedergewählt wie die Kassenprüfer Peter Grunert (Everswinkel) und Manfred Hohenhorst (Ahlen) wie auch ihre Stellvertreter Jochen Dornseifer (Ahlen) und Bernd Stapel (Sendenhorst).

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