Kritik an Verzögerung des Hallenbaus
Bild: Nieländer
Wiedenbrücks Handballerinnen - hier mit Christina Schulze (r.) - tragen ihre Landesliga-Heimspiele in der Burghalle aus. Der WTV hat in Sachen Trainings- und Hallenzeiten jedoch einige Probleme.
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Bei der Zeitungslektüre am 3. Dezember wäre Peter Wortmann und Mike Dreier beinahe das Brötchen im Hals steckengeblieben. In der „Glocke“ haben die Verantwortlichen der Handball-Abteilungen des Wiedenbrücker TV und der TSG Rheda davon erfahren, dass die CDU im Rahmen einer Ratssitzung bekanntgegeben hatte, den Bau einer geplanten Dreifeldhalle sowie eines Freiluftsportplatzes noch einmal überdenken zu wollen. Dass es jetzt – wie im Rat angekündigt – nur zu einer Verzögerung von drei Monaten kommt, glauben Wortmann und Dreier nicht. Sie fühlen sich von den Entscheidungsträgern im Rathaus im Stich gelassen. Die Situation in Sachen Trainings- und Spielzeiten sei für alle Hallensport-Vereine an der Ems nicht mehr akzeptabel.

Keine Fertigstellung vor 2018?

„Wir dachten alle, jetzt würde sich langsam etwas bewegen. Und nun dauert es wieder länger“, sagt Mike Dreier, Pressesprecher der Handballer der TSG Rheda und außerdem Trainer der D-Jugend. Die endgültige Entscheidung über den Bau der Sportstätten soll im März fallen. Wann es zum ersten Spatenstich oder gar der Eröffnung einer neuen Sporthalle kommt? Peter Wortmann, Leiter der Handball-Abteilung des WTV, ist skeptisch. „Vor 2018 ist mit einer Fertigstellung nicht zu rechnen“, sagt er. Und: „Das ist absolut unverständlich. Es wurde sich so lange mit dieser Thematik beschäftigt. Und jetzt tritt wieder jemand auf die Bremse.“ Laut Wortmann und Dreier sei es hinsichtlich der Hallenbelegung vor allem jetzt im Winter, wenn zum Beispiel auch die Fußballclubs Trainingskapazitäten einfordern, kaum noch möglich, allen Sportlern und Mannschaften gerecht zu werden.

„Enttäuschung und eine gehörige Portion Wut“

„Ich weiß von unseren anderen Hallensport-Abteilungen, dass auch sie bei den Trainingszeiten hinterherhecheln“, so Wortmann. Umso ärgerlicher sei es, dass es im Rathaus erneut keine Entscheidung gegeben hat. „Theoretisch könnte der Bau einer Halle in den nächsten Herbstferien fertig sein“, sagt Wortmann. Er hat seinen Frust bereits in einem dreiseitigen Brief an Bürgermeister Theo Mettenborg und den Rat in Worte gefasst. Darin ist die Rede von „Enttäuschung und einer gehörigen Portion Wut“. Eine Antwort hatte er bislang noch nicht in seinem Briefkasten. Mike Dreier von der TSG Rheda regt an, einen Runden Tisch mit Vereinsvertretern, Stadtsportverband und Politikern einzuberufen. „Wir müssen jetzt mal in die Pötte kommen“, sagt er.

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