Kupfernagels Leben nach dem Handball
Nicht immer glücklich miteinander: Franz Dressel (l.) und Dietmar Kupfernagel.

 „Ein Jahr braucht es wohl noch“, beschreibt Kupfernagel seinen letzten Liebesdienst, nämlich als (Noch-)Geschäftsführer die Handball-GmbH so abzuwickeln, dass schließlich alle Schulden abgetragen und die Gläubiger einigermaßen zufriedengestellt sind. Dann ist Feierabend. Rund 20 Jahre betrieb Kupfernagel die Handball-Geschäfte bei der Ahlener SG, vier Monate war er nur Manager bei der HSG Ahlen-Hamm, als er im Oktober 2010 aufgab. Sieben Monate später brach hinter ihm auch das Kunstgebilde „HSG“ zusammen. Geblieben sind Kupfernagel Erfahrungen und Enttäuschungen.

 „Die Chance war da, es war die richtige Entscheidung“, glaubt er immer noch. „Aber es fehlte die Professionalität vor allem beim Marketing“, bedauert Kupfernagel, dass er zu wenig freie Hand hatte, auch überregional Geld zu akquirieren. Außerdem belastete die Freistellung des Trainers Jens Pfänder das Verhältnis zu HSG-Geschäftsführer Franz Dressel. „Die Entlassung war eine Farce. Da hab ich Franz gesagt: So geht das nicht! Eigentlich hätte er sofort zurücktreten müssen.“ Vorbei, vorbei.

 Kupfernagel, der sich im August als Immobilien-Kaufmann selbstständig machen wird, betrachtet nun vorerst aus der Ferne den Neuaufbau seiner alten Ahlener SG in Liga drei. „Das ist ein gutes Sprungbrett für die Jugend“, freut er sich und hält dennoch Abstand. „es wäre toll, wenn der Funke in Ahlen wieder überspringt“, hofft er. Ohne ihn? „Na ja“, lächelt Kupfernagel. „Wenn man mich braucht, bin ich da...“ Also doch eher ein Leben zwischen dem Handball.

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