Kuschmann-Parade rettet FCG den Sieg
Bild: Dünhölter
Auf Wiedersehen sagte FC Güterslohs Vorsitzender Dr. Bernd Ruhne (vorne) den Spielern (hinten, v. l.) Ufuk Basdas, Serdar Erdogmus, Sami Önen, Stefan Kretschmer, Enis Musliu, Dariusz Duda und Alexander Kuschmann, die den Fußball-Westfalenligisten zum Saisonende verlassen werden.
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Ausgerechnet gegen seinen künftigen Verein Hammer SV durfte Kuschmann, der in der Rückrunde nur noch die Nummer zwei hinter Alexander Opitz war, beim FCG ins Tor. Davon ließ sich der Routinier allerdings nicht beirren. Als wäre er nie aus dem FCG-Tor weggewesen, dirigierte „Kuschi“ wie gewohnt von der ersten bis zur letzten Minute deutlich hörbar seine Vorderleute. Neben Kuschmann gab FCG-Trainer Dirk Flock, der mittlerweile seinen Vertrag für die kommenden beiden Jahre unterschrieben hat, auch Ufuk Basdas, Serdar Erdogmus und Dariusz Duda die Chance, sich noch einmal dem Heimpublikum zu präsentieren.

Im Duell zweier Mannschaften, die deutlich hinter ihren Saisonerwartungen zurückgeblieben waren, schien der FCG den Wunsch seines Vorsitzenden Dr. Bernd Ruhnke nach einem hohen Sieg erfüllen zu wollen. Ufuk Basdas lupfte das Leder nach einem Zuspiel von der linken Seite aus kurzer Distanz über Hamms Schlussmann zum 1:0 ein (21.), nur vier Minuten später erhöhte Patrick Plucinski nach einem Foul an Temel Hop per Elfmeter.

FC Gütersloh: Kuschmann – Heinrich (81. Eggert), Eckel, Plucinski, Duda – Brinkmann, Becker, Erdogmus (54. Wiebusch), Hop, Basdas, Birkenhake (60. Grübel) Hamm: Stiepermann – Müller (63. Blesz), Prothmann, Kaminksi, Schiller – Backszat, Dyballa, Aktas, Krautwurst, Cerci – Fiore Gelbe Karten: Brinkmann, Heinrich – Prothmann, Aktas, Cerci

„Uns fehlt die Konstanz“, kritisierte Flock die restliche Spielzeit und spielte damit insbesondere auf die 42. Minute an, als sich der FCG nach einem herrlichen Solo von Aktas durch Krautwurst das 1:2 einfing. „Es läuft alles für uns, und dann machen wir es uns wieder selber schwer“, schüttelte Flock den Kopf. Richtig torgefährlich wurde es bis auf jene Szene in der Schlussphase im zweiten Durchgang nicht mehr. Hamm schwächte sich selber, indem Fiore für Aktas auf den rechten Flügel wechselte, denn Aktas spielte zentral deutlich ungefährlicher.

FCG-Präsident Dr. Bernd Ruhnke kritisiert den Verband

Dr. Bernd Ruhnke ist derzeit auf die Verbandsfunktionäre überhaupt nicht gut zu sprechen. Den Vorsitzenden des Fußball-Westfalenligisten FC Gütersloh regen insbesondere zwei Entscheidungen der vergangenen Tage auf. „Erst trifft der Verband seine Entscheidung zur Auf- und Abstiegsregelung so spät. Dann wird jetzt einfach der Saisonstart in der Westfalenliga um zwei Wochen auf den 6./7. August vorgezogen“, ärgert sich der Vereinsboss, dass der FCG nun kurzfristig seine Saisonvorbereitung umstricken muss.

Bedingt durch die nach Saisonende angesetzte Aufstiegsrunde zur Regionalliga hatte sich der Verband jetzt entschieden, den Meisterschaftsauftakt in der Westfalenliga vorzuverlegen. Dadurch sehen sich die Dalkestädter gezwungen, ebenfalls früher mit dem Trainingsprogramm zu beginnen. Ursprünglich für Sonntag, 10. Juli, geplant, findet der Auftakt nun eine Woche früher, am 3. Juli, statt. Aber erst ab dem 15. Juli darf der FCG wieder den Heidewald benutzen. So lange hat der Rasen Ruhepause.

Kräftig durcheinandergewirbelt wird das Testspielprogramm des FCG. Frank Schäfer stand im Wort für ein Gastspiel des Erstligisten 1. FC Köln, nach Schäfers Rücktritt am Rhein wird daraus nichts. Ein mögliches Testspiel gegen Arminia Bielefeld fällt dem Terminplan zum Opfer. Nun hofft Ruhnke auf den Hamburger SV. Bei seinem Kumpel Bernd Wehmeyer stehe der FCG ganz oben auf der Nachrückerliste für mögliche Freundschaftsspiele.

„Was der Verband da mit den Vereinen macht, ist eine Gedankenlosigkeit. Die sind so pingelig, wenn Vereine mal nicht ihre Fristen einhalten. Vielleicht sollten sich die Funktionäre mal an die eigene Nase fassen“, schimpft Ruhne. Und vergisst dabei, dass es erst diese Terminänderung dem FCG möglich macht, vielleicht Ende nächster Saison in die Regionalliga aufzusteigen.

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