Lage ernst, aber keineswegs hoffnungslos
Bild: Rollié
Dimitri Fahnenstiel und die anderen Westfalen stehen zwar auf dem ersten Abstiegsplatz, haben aber auch in der Partie bei der BSV gegen Kordian Rudzinski und Don Niketta (v. l.) nachgewiesen, dass sie mit vielen Mannschaften der Liga auf Augenhöhe spielen können.
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Wer die Westfalen beim Tabellenführer in Beckum erlebt hat, wird ihm zustimmen, denn tatsächlich hat das Team genügend Potenzial, krankt aber an einer eklatanten Abschlussschwäche. „Wir machen die Tore nicht, da sind andere Mannschaft deutlich effektiver“, diagnostiziert Bellenhaus den großen Schwachpunkt seiner Elf.

Der Trainer war in seiner aktiven Zeit selbst Angreifer und ist überzeugt, dass die geringe Torquote seiner Offensiven ein temporäres Problem ist. „Jeder Stürmer hat solche Phasen. Irgendwann trifft er so ein Kümmelding, und es läuft wieder“, sagt der Verantwortliche in der Hoffnung, dass der Knoten bald wieder platzt.

In Beckum blieb es beim Ehrentreffer des jungen Caner Durucan, der sich nach langer Verletzungspause eindrucksvoll zurückmeldete und zudem Pech mit einem Lattentreffer hatte.

Auf der Suche nach Erklärungen für das Missverhältnis zwischen passablen Spielen und geringem Punktestand sieht Bellenhaus vor allem Probleme im Training, wie sie im Amateurbereich an der Tagesordnung sind. Bedingt durch Beruf oder Studium oder Verletzungen trainieren einige Liesborner zu selten. „Dafür ist die Liga zu stark“, erklärt Bellenhaus. „Caner beispielsweise hat gut trainiert. Das hat man gesehen. Man übt halt Automatismen ein, ohne die es nicht geht. Davon bin ich überzeugt.“

Positiv fällt ins Gewicht, dass die Mannschaft gewillt ist, ihre Situation zu verbessern. Auch das hat das Spiel in Beckum überdeutlich gezeigt. Die Westfalen gefielen durch viel Einsatz. „Außerdem hat die Mannschaft das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, freute sich Bellenhaus.

Beispielsweise machte der Dreierriegel mit Freddy Holtmann, Roman Nölle und Maxi Geisler prima die Zentrale dicht. Auch das Zusammenspiel zwischen defensiven und offensiven Außen in der Rückwärtsbewegung trug Früchte und bereitete der Übermannschaft aus Beckum lange Zeit Probleme.

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