Lieber punkten statt zu jammern
Durchsetzen wollen sich  Yannick Geisler (r.) und der SC Verl gegen den SV Rödinghausen.

Allerdings wird Schmidt die Partie nur vom Spielfeldrand verfolgen können, denn der Kapitän fehlt nach seiner zehnten Gelben Karte. Rein rechnerisch könnte selbst ein weiterer Dreier dem Sportclub noch nicht endgültig zum Klassenerhalt ausreichen, denn die SSVg Velbert lauert mit zwei Spielen weniger auf Rang 16 der Fußball-Regionalliga.

 Doch an solch ein Horror-Szenario denkt lieber niemand an der Poststraße. „Auch wenn Mario Ermisch kein Trainer mehr in Rödinghausen ist, wird es bestimmt keine ruhige Partie für uns“, erwartet Verls Trainer Andreas Golombek noch einmal ein intensives Spiel, bevor sich seine Mannschaft in ein spielfreies Wochenende verabschieden darf.

Im Hinspiel trennten sich die Kontrahenten 1:1. Allerdings befand sich Rödinghausen im vergangenen Jahr noch in einer anderen Form. Bis zum vierten Spieltag rangierte die Ermisch-Elf an der Tabellenspitze. Es folgte der langsame, aber unaufhaltsame Abstieg, der vor zwei Spieltagen zur Trennung vom ehemaligen Verler Trainer führte. Aber auch unter Nachfolger Tim Daseking agiert Rödinghausen glücklos. In diesem Jahr gelang dem SVR erst ein Sieg beim 1:0 über Alemannia Aachen.

Der SC Verl möchte die Schwächephase des Gastgebers nutzen, um sich selber aus der kleinen Krise zu schießen und entscheidend von der Abstiegszone absetzen. Dass die personelle Situation dabei nicht gerade rosig aussieht, nimmt Andreas Golombek klaglos hin.

 „Ich bin kein Trainer, der rumjammert. Wir haben einen großen Kader, jetzt müssen die anderen halt liefern.“ Die Ausfallliste ist mit Torwart Sebastian Lange (Oberschenkelzerrung), den Innenverteidigern Julian Stöckner und Kevin Kalinowski sowie Friedrich Bömer Schulte und den gelbgesperrten Julian Schmidt und Daniel Mikic lang. Wer genau in die arg gerupfte Innenverteidigung rückt und ob Robin Brüseke oder erneut Jonathan Mellwig im Tort stehen wird, verriet Golombek  noch nicht. Klar ist, dass die Verler ihr Punktekonto gern auf 45 aufstocken würden, um alle Abstiegssorgen zu vertreiben. „Eventuell wäre ich auch mit einem Punkt zufrieden“, weiß „Golo“, dass viele Kellerkinder noch gegeneinander antreten.

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