Lisa Steinlage DM-Dritte im Siebenkampf
Lisa Steinlage (l.)
 

Die NRW-Meisterin im Siebenkampf, Lisa Steinlageder RW-Meister im Zehnkampf, Marvin Gregor, und Vizemeister André Düsterhöft traten  im Bundesleistungszentrum Kienbaum (östlich von Berlin) an.

Lisa Steinlage aus Rietberg präsentierte sich im Siebenkampf in hervorragender Form und zeigte  bei ihrem mit Rang drei gekrönten Wettkampf alle Merkmale einer Mehrkämpferin, als da waren

Zuverlässigkeit: Lisa Steinlage sprintete im 100-m-Hürdenlauf in 14,06 Sekunden nahe an ihre Bestzeitheran und lag damit an dritter Position. Im Kugelstoßen verbesserte sie sich auf 11,89 Meter, im Speerwerfen war sie mit 39,55 Metern nahe an ihrer Bestweite, im 200-m-Lauf war sie mit 25,31 Sekunden zweitbeste Sprinterin.

Nervenstärke: Im Hoch- und Weitsprung störte der Wind. Steinlage machte es spannend und sprang ihre beste Weite (5,61m) und Höhe (1,61m) jeweils im dritten Versuch.

Kämpferherz: Persönliche Bestleistung und Kreisrekord hatten sich die Athletin und ihr Trainerteam Ferdi Schumacher und Andreas Schulze vorgenommen. Nach sechs Disziplinen wurde deutlich, dass eine Medaille in Reichweite war. Die Konkurrentinnen Silvia und Simone Mrotzek aus Leverkusen sind als schnellere 800m-Läuferinnen bekannt. Mehr als „Dranbleiben und durchhalten“, konnten die Trainer ihrem Schützling nicht mit auf den Weg geben. Steinlage biss die Zähne zusammen und lief mit 2:23,79 Minuten acht Sekunden schneller als bei den NRW-Meisterschaften. 5418 Punkte bedeuteten eine Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung um 269 Punkte und neuen Kreisrekord. Die Bronzemedaille im ersten Jahr der Frauenklasse war der verdiente Lohn.

Stunden später gab es die nächste Medaille: Der Isselhorster Marvin Gregor, für den LC Paderborn startend, aber in Gütersloh trainierend, landete im Zehnkampf mit 7202 Punkten und diesjähriger Bestleistung ebenfalls auf dem dritten Rang. Herausragend waren seine Bestleistung im Hochsprung (1,97 Meter) und der Stabhochsprung (4,80 m). Hier passierte er den vermeintlich sicheren Sieger Matthias Brugger aus Ulm, der an der selbst gewählten Anfangshöhe scheiterte.

 Auch im Sprint (11,33 Sek.) und über 110-m-Hürden (15,13 Sek.) kam Gregor nahe an seine Bestzeiten heran. Die weiteren Leistungen: Weitsprung 6,52 m, Kugelstoßen 12,06 m, 400m 53,07 Sek., Diskuswerfen 35,81 m, Speerwerfen 58,51 m, 1500m 4:41,94 Minuten.

Bester Hochspringer war André Düsterhöft (2,00 m), der sich auch über die Einstellung seiner persönlichen Bestzeit im 100-m-Sprint (11,61 Sek.) freute. „Insgesamt hat er mit 6873 Punkten einen soliden Zehnkampf gezeigt und kann sich über den siebten Platz freuen“, ordnete Trainerin Tanja Rolle-Sichau die Leistung ihres Schützlings ein. Lea Wendlandt (U20) war gesundheitlich nicht auf dem Damm, quälte sich trotzdem durch den Siebenkampf und beendete ihn mit für sie deprimierenden 3600 Punkten.

Nach der Siegerehrung der Männer ging es weiter mit der Dopingprobe, für die Marvin Gregor ausgelost worden war. Rechtzeitig zur Übertragung des 100-m-Laufs von Usain Bolt in Rio (3.25 Uhr morgens) war Tanja Rolle-Sichau zu Hause und konnte sich weiter mit Leichtathletik beschäftigen.

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