Lohmann holt Gold im sportlichen Exil
Die Goldstaffel: Waderslohs Jonas Lohmann (l.) freut sich mit seinen Wattenscheider Kollegen (v. l.) Max Ruth, Jan Schneider, Maurice Huke und Benedikt Kölsch.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich mal als erfolgreichster Athlet die DM beende“, so Jonas Lohmann. Lohmann, der auch einen Tag danach noch „immer unter Strom steht“, holte sich mit der 4x-200-Meter-Staffel in einer absoluten Spitzenzeit von 1:27,16 Minuten den Deutschen Titel.

Silber gab’s für ihn am Sonntag im Einzelkampf über 60 Meter: Nach 6,94 Sekunden im Vorlauf und 6,89 Sekunden im Zwischenlauf, verbesserte er im Endlauf seine Zeit zum zweiten Mal an diesem Tag auf 6,88 Sekunden. Damit musste er nur dem Mannheimer Patrick Domogala den Vortritt lassen (6,78 Sekunden), der in der DLV-Bestenliste an erster Stelle steht.

Lohmann, der gleich dahinter steht, fliegt nach der DM nun mit der U 20-Nationalmannschaft im März nach Frankreich zum Länderkampf: „Eigentlich hatte ich mich schon auf zwei ruhigere Wochen gefreut, jetzt nach den ganzen Hallenmeisterschaften. Das wird jetzt leider nichts.“

 Joana Kielhorn (LG Ahlen) hielt für die weibliche Jugend die Fahnen mehr als würdevoll hoch: Am Samstag bestritt sie mit den 60 Meter-Hürden ihre Lieblingsdisziplin, wo bereits im Vorlauf mit neuer Bestzeit von 8,95 Sekunden „alle Ziele für heute erfüllt“ waren. „Im Zwischenlauf war dann aber erwartungsgemäß Schluss“, so Trainer Sven Becker. Mit 9,00 Sekunden und dem 14. Platz beendete sie den ersten Wettkampftag glücklich und erfolgreich. An Tag zwei der Titelkämpfe verlief es etwas anders: „Heute war es nicht so gut. Keine Ahnung, woran das lag. Schon der Start war nicht gut beziehungsweise der ganze Lauf nicht“, fasste die talentierte Nachwuchssprinterin ihren Sprint zusammen und fügt dem hinzu: „Mit meiner Bestzeit wäre ich ebenso 14. geworden. Aber egal, Hürden waren gut.“

Ein vorzeitiges Aus verhinderte eine weitere Leistungssteigerung für André Hüffer (LG Oelde/Wadersloh), der sich am Freitag bei einem Trainingslauf die Wade verletzte. Hier ging Gold nach Thüringen mit einer Finalzeit von 1:51,33 Minuten.

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