Lotte dreht Partie beim SC Wiedenbrück
Bild: Dünhölter
Lottes kurz zuvor eingewechselter Aleksandar Kotuljac überwand Wiedenbrücks Torwart Alexander Hahnemann und erzielte das 1:1.
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„Wenn eine Mannschaft solch ein Spiel noch dreht, dann steht der Meisterschaft nichts im Wege“, verteilte SC Wiedenbrücks Trainer Theo Schneider ein dickes Lob an seinen Kollegen Maik Walpurgis von SF Lotte. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit erspielten sich die Hausherren vor 772 Zuschauern im Jahnstadion im zweiten Durchgang Vorteile. Beim SCW stand ab der 46. Minute Ersatzmann Alexander Hahnemann zwischen den Pfosten, da die Nummer eins Marcel Hölscher mit Adduktorenproblemen in der Kabine geblieben war.

Wieder einmal schlug Schlitzohr Volkan Okumak zu. Seinen schnellen Antritt in den gegnerischen Strafraum konnte Lottes Hohnstedt nur mit einem Foul stoppen. Wirkte Okumak in den Sekunden vor seinem Strafstoß noch unsicher, so verwandelte er per Flachschuss souverän zum 1:0 für den SCW (63.).

Schiedsrichter Daniel Rott unterbrach die Partie nach etwas mehr als 70 Minuten, da sein Assistent Jörn Schäfer von Gästefans mit Bierbechern beworfen worden war und ihm eine große Fahne bis in den Nacken reichte. Nachdem Ordner und Polizei den Block geräumt hatten, ging es weiter. Doch Theo Schneider erkannte: „Die Unterbrechung bekam Lotte besser.“

Der Tabellenführer packte die Brechstange aus, warf alles nach vorne und wurde durch die Treffer des kurz zuvor eingewechselten Kotuljac (85.) und von Prokoph (90.) belohnt. „Ein Remis wäre verdient gewesen“, räumte Walpurgis ein.

Mit einem 1:1 kehrte der SC Verl aus Hüls zurück. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht. Es dauerte allerdings bis zur 61. Minute, ehe Kunstmann die Mannschaft von Raimund Bertels mit 1:0 in Führung brachte. Nur acht Minuten später erzielte Bednarski den überraschenden Ausgleich für Hüls. Die letzte Chance der Partie vergab Verls Budak in der 86. Minute. Damit rangiert das Team von der Poststraße mit sechs Zählern Rückstand auf den SC Wiedenbrück auf Tabellenplatz neun.

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