Lydia Ventker bereit für DM-Überraschung
Foto: Nieländer
Mit ihrer Tempohärte spekuliert RSV-Fahrerin Lydia Ventker auf eine DM-Überraschung.  
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 Der vierte Platz am zurückliegenden Wochenende zum Bundesliga-Auftakt in Oberhausen-Reinhausen haben der Fahrerin vom RSV Gütersloh ebenso Selbstvertrauen gegeben, wie die Tatsache, dass sich das Training nach den Trainingsplänen vom RSV-Trainer und Teamkollege Roman Nowak in den letzten sechs Wochen ausgezahlt hat. „Ich kann jetzt schon 100 Watt mehr Leistung treten, aber ich bin froh, wenn dieses ganze Intervall-Training aufhört“, erklärt Ventker. 

Bei den Deutschen Meisterschaften kann die RSV-Fahrerin das Plus an Kraft gut gebrauchen. Mit 98 Kilomedtern und 1 800 Höhenmetern wartet ein anspruchsvoller Kurs auf die 67 Fahrerinnen. Ehemann Sebastian Ventker sitzt während des Rennens als Sportlicher Leiter zusammen mit Christian Müller im Begleitfahrzeug.

 Der hügelige Kurs auf dem Sachsenring mit der nach einer kurzen Abfahrt steil ansteigenden und dann flacher werdenden Zielgeraden kommt der 34-jährigen Lydia Ventker mit ihrer enormen Kraft-Ausdauer entgegen. „Gegen die Profis ist es immer schwer zu fahren, aber deren Vorteil ist in diesem Jahr viel kleiner, weil sie wegen der Corona-Pandemie auch kaum Rennen und Rundfahrten fahren konnten. Schauen wir mal, ob wir Amateure eine Chance haben“, hofft Ventker auf eine Überraschung.

Die 34-jährige Gerichtsangestellte konnzte wegen Schichtdienst und Homeoffice deutlich mehr trainieren. „Sonst fahre immer um die 14 000 km im Jahr. Dieses Jahr dürften es 18 000 km werden“, rechnet die Kapitänin des RSV-Frauenteams hoch. 

Von der Teilnahme an der Erzgebirgs-Tour kennt Ventker den Sachsenring gut. Mit Platz drei verfehlte sie ihren zweiten Saisonsieg nur knapp. Als Favoriten auf die Deutsche Meisterschaft sieht die 34-jährige aber die vierfache Weltmeisterin und amtierende Deutsche Meisterin Lisa Brennauer (Ceratizit-WNT Pro-Cycling), Lisa Klein und Tanja Erath (beide Canyon Racing).

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