„Mannschaft hatte keinen Kampfgeist!“
Wer nicht will, der hat schon: Auch Alex Scheljakob (l.) war einmal ein Hoffnungsträger.

„Wir hatten nominell noch zehn Feldspieler und zwei Torhüter“, erklärt Wittenberg. Und in einer so aussichtslosen Situation mit 13 Punkten Rückstand ist es auch schwer, Neuzugänge zu locken. Die These, dass im Sommer bereits mehr Spieler anhand des klein anmutenden Kaders hätten verpflichtet werden müssen, teilt Wittenberg nicht. Außerdem sagt er: „An der fußballerischen Qualität der Spieler hat es nicht gelegen, an der Unterstützung aus der ersten Mannschaft auch nicht.“

Stattdessen führt er den offensichtlichen Grund an, den Trainer Volker Franz auch schon oft kritisiert hatte: „Die Mannschaft hat es nicht verstanden, den in einer Klasse höher notwendigen Kampfgeist an den Tag zu legen! Sobald ein Gegentreffer fiel, ging der Kopf nach unten“, kritisiert er. „Wir hatten einen Großteil von hochgelobten Akteuren, die nicht bereit waren, die Ärmel hochzukrempeln.“ Da reihte sich auch ein Großteil der Spieler aus dem Oberligakader mit ein. Irgendeinen Grund dafür muss es mannschaftsintern dafür gegeben haben, dass das so oft beschworene ‚Einer für alle und alle für einen’ nicht gelebt wurde.

 Doch da sind die Roländer selbst ratlos: „Dass die Mannschaft charakterlich nicht zusammenpasste, möchte ich bestreiten“, entgegnet Wittenberg. „Wenn wir gewusst hätten, woran es liegt, hätten wir eher versucht zu intervenieren.“ Auch die Trainerfrage stellt sich für Wittenberg nicht.

Er macht sich für Volker Franz stark: „Wir haben ihn im Sommer nicht als Notnagel genommen. Das geschah auch in Absprache mit dem scheidenden Trainer Ralf Eickelmann.“ Auf die Frage, ob vielleicht ein Trainerwechsel im Laufe der Hinrunde etwas verändert hätte, entgegnete Wittenberg: „Wenn es nicht ein klares Problem bei den Spielern gewesen wäre, hätten wir das gemacht, was jeder Verein macht, und einen Einpeitscher geholt.“

 Stellt sich noch die Frage, weshalb die Bezirksliga- und nicht die B-Kreisliga-Mannschaft abgemeldet wurde. Wittenberg: „Das sind wir der Dritten schuldig, die noch zum großen Teil aus Eigengewächsen besteht und die uns unentgeltlich zur Verfügung stehen.“

Dazu lesen Sie am Dienstag in der Glocke noch Zitate und ein Kurz-Interview mit Volker Franz.

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