Markus Lucietto sucht einen Nachfolger

Markus Lucietto, der für den Gütersloher Turnverein das dreitägige Turnier gemeinsam mit dem Kreis-Jugendausschuss durchführte, will nach Abschluss der Nacharbeiten den Verantwortungsstab weitergeben. Die Gründe dafür liegen ausschließlich im privaten Bereich, so Lucietto: „Als mir die Leitung übertragen wurde, hieß es ‚Friss, oder das Turnier stirbt‘. Nach ein paar Jahren habe ich gemerkt: Organisieren ist nicht mein Ding, das macht mir einfach keinen Spaß.“

Die Vorbereitungen beginnen bereits im September/Oktober des Vorjahres. Monat für Monat gilt es, einen dicken Aktenordner abzuarbeiten. Der Zeitaufwand ist immens, auch im Turnierverlauf. Traditionell beginnt der Aufbau von Bühne, Küchenzelt und Regie bereits ab Dienstag. Bis zum Eintreffen der Teilnehmer am Freitag wird permanent an tausenden Kleinigkeiten gearbeitet.

Allerdings ist weit und breit kein Nachfolger in Sicht. Lucietto ist gerne bereit, „meinen Nachfolger im nächsten Jahr einzuarbeiten. Dann ist mit der Turnierleitung aber endgültig Schluss“. Dem Cup bleiben der 43-Jährige und seine Familie erhalten. Wie viele der rund 80 freiwilligen Helfer standen Luciettos Frau Anja und sein Sohn Malte vier Tage fast rund um die Uhr auf dem Platz. Statt per Funkgerät für alle Eventualitäten parat zu stehen, will der Fußballer aus der GTV-Alt-Herren-Abteilung viel lieber wieder das machen, was ihm Spaß bereitet: „Vielleicht mache ich einen Cocktailstand auf. Der fehlt hier nämlich. Oder ich helfe wieder in der Würstchenbude mit.“

Mit Blick auf den Cup 2012 können die Organisatoren vielleicht auch ein kleines Ärgernis beseitigen. Denn die „richtige“ Übertragung des Champions-League-Finals fiel aus. So bildete sich vor dem Zelt des englischen Nachwuchses von PRB, wo die Partie per Satelliten-TV übertragen wurde, eine dichte Spielertraube. Rund 200 Kinder verfolgten die Übertragung. Nächstes Jahr findet vom 8. Juni bis 1. Juli die EM in Polen und der Ukraine statt. Der Strenge-Cup fällt genau in diese Zeit.

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