Martin Karweger kehrt erfolgreich zurück
Bild: Nieländer
Auf dem Weg zurück zu alter Form: Martin Karweger hat nach 15 Jahren Wettkampfpause wieder Spaß am Triathlon gefunden.
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Unter den 500 Startern bedeutete dies für den 49-jährigen Berufsfeuerwehrmann aus Rheda-Wiedenbrück den 16. Rang in der Altersklasse TM 45. „Bevor ich 50 werde, wollte ich unbedingt noch einmal einen Ironman machen“, sagte Karweger, der in den 90er-Jahren zu den ersten und besten Ironman aus dem Kreis Gütersloh gehörte. Viermal finishte er in Roth, einmal in Schwerin, zweimal beim Bodensee-Triathlon (Ironman) und dreimal bei der inoffiziellen Duathlon-Weltmeisterschaft in Zofingen.

„Es ist gut gelaufen und ich habe wieder Blut geleckt. Im nächsten Jahr starte ich in der TM 50 und dann möchte ich noch einmal angreifen“, verspürte Karweger nach dem „Ostseeman“ wieder eine Leidenschaft für den Triathlon.  „Das war mein Wetter“, freute sich Karweger über das stürmische und teils regnerische Wetter in Glückburg. Eigentlich keine Bedingungen, um Bestzeiten zu erzielen, doch Karweger drehte richtig auf. „Beim Schwimmen bin ich aus dem letzten Drittel gestartet, um dem Gedränge und den Tritten aus dem Weg zu gehen. Dann habe ich nach vorne gearbeitet. Bei dem Wellengang hatte ich durch die drei Teilnahmen am Nordseeschwimmen von Langeoog nach Bensersiel Vorteile“, sagte Karweger, der in 1:16:27 Stunden unter seiner eigenen Vorgabe blieb. Dabei hat er in der Vorbereitung den Schwerpunkt auf Laufen (1100 km) und Radfahren (7000 km) gelegt und das Schwimmen etwas vernachlässigt.

Auf dem Rad drehte Karweger bei widrigen Bedingungen richtig auf und machte auf dem schweren, weil hügeligen und verwinkelten Kurs, bei stürmischen Wind in 5:29:50 Stunden zahlreiche Plätze gut. Nicht so gut lief es beim Marathon. In 4:05:26 Stunden blieb Karweger über seiner Zielvorgabe. Wegen Rückenproblemen nach einem früheren Bandscheibenvorfall musste der RSVer in der direkten Vorbereitung drei Wochen pausieren und verlief sich dann auch noch um gut 600 m beim Wechsel in die nächste Laufrunde.

„Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden. Eigentlich war mein Ziel nur ein Mittelfeldplatz“, so Karweger „Gefreut hat mich, dass ich schneller war als zwei Staffeln der Feuerwehr Flensburg“, erklärte der Wiedenbrücker, der eine Ironman-Bestzeit von 9:26 Stunden (Roth 1992) zu Buche stehen hat.

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