Maul übernimmt beim FCG die sportliche Leitung
Bild: Dünhölter
Jörg Siekmann (l.), als Sponsor der starke Mann im Hintergrund des FC Gütersloh, holte RW Ahlens Ex-Manager Ronny Maul zum Fußball-Westfalenligisten. Beide haben einen Sitz im FCG-Aufsichtsrat.
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Die von Dirk Flock trainierte Mannschaft hinkt seit Wochen den in sie gesetzten hohen Erwartungen deutlich hinterher, zwölf Punkte trennen Gütersloh von Spitzenreiter SV Lippstadt und dem Relegationsplatz zur Regionalliga. Plötzlich scheint sogar die Qualifikation zur Oberliga beim aktuellen Tabellenvierten gefährdet zu sein.

Noch nach der 0:1-Niederlage in Hamm gab es vom FCG-Vorsitzenden Dr. Bernd Ruhnke Treueschwüre zum Trainer. Blieb dem Verein daher kein anderer Ausweg, als seinen Sportkoordinator angesichts der sportlichen Talfahrt zu „opfern“?

Wolfgang Grübel zeigte sich jedenfalls überrascht von der Reaktion der Vereinsführung. „Alles ist eigentlich okay, nur die Punkte fehlen“, muss sich Grübel nicht vorwerfen lassen, einen schlechten Kader verpflichtet zu haben. Dem stimmt auch Vorstandsmitglied Thomas Birkenhake zu: „Wolla hat ein gutes Team zusammengestellt.“ Allerdings wird es Zeit, dass die Spieler ihr Potenzial wieder abrufen, und dafür zeichnet in erster Linie der Trainer verantwortlich.

„Ronny Maul soll seine Qualitäten, Kompetenzen und sein Netzwerk mit einbringen. Als ehemaliger Bundesligaspieler verfügt er über sehr viel Erfahrung und zahlreiche Kontakte, die uns nützlich sein können“, ist vom zweiten Vorsitzenden Detlev Forsch zu vernehmen.

Bislang legte der FCG Wert darauf, Akteure aus der Region zu verpflichten. Maul hat seinen Lebensmittelpunkt in Osnabrück. Wenngleich er bei fast allen Partien zugegen war, dürfte ihm noch das „heimische“ Netzwerk fehlen.

Grübel soll sich künftig verstärkt um die zweite Mannschaft kümmern, damit die den Klassenerhalt in der Kreisliga B packt. Dafür sollen in der Winterpause neue Spieler verpflichtet werden. Ob er am Freitag wie gewohnt gegen Gievenbeck auf der Bank Platz nehmen wird, lässt Wolfgang Grübel offen und macht dies auch von einem Gespräch mit Dirk Flock abhängig. Für „Wolla“ zählt in der jetztigen Situation eh nur eines: „Die Mannschaft darf sich von den Ereignissen nicht negativ beeinflussen lassen. Ein Sieg ist jetzt das Wichtigste.“

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