Meisterfeier-Wiederholung nach 30 Jahren
Die Meistermannschaft der WSU von 1986 mit (hinten v. l.) Mannschaftsarzt Rainer Hungershöfer, Herbert Kula, Ralf Sennhenn, Axel Theres, Christoph Carneim, Frank Czieslik, Hans-Joachim Gertzen, Ludwig Growe, (Mitte v. l.) Seppel Strotmeier, Betreuer Ralf Bosse, Co-Trainer Rudi Möhring, Frank Böckenkötter, Martin Zumdiek, Martin Schräder, Michael Schneider, Peter Trabold, Kapitän Theo Stuckmann, Masseur Robert Schütte, Geschäftsführer Herbert Seifarth, Präsident Otto Strotmeier, Rainer Erbe, (vorne v. l.) Heinz Goldmann, Oliver Otto, Harry Seifarth, Jürgen Rau, Uwe Niemeyer, Detlev Berheide, Theo Wiens und A-Jugend-Trainer Peter Butz.

Am 5. November steigt die Wiedersehens-Party, fast alle Protagonisten von damals haben zugesagt, Trainer und Betreuerstab einschließlich.

Es war sicher eine der besten Mannschaften, die die WSU je auf den Platz schicken konnte. Viele Spieler sicherten sich Kultstatus. Darunter auch Michael „Muschi“ Schneider. Als Mittelstürmer der klassischen Sorte, wurde er mit 21 Treffern Torschützenkönig. Meist bedient von Mittelfeldregisseur Heinz Goldmann, der selbst 14 Tore markierte und elf weitere auflegte. Oder er bekam die Bälle von den flinken Außenstürmern Herbert Kula, Frank Böckenkötter und Oliver Otto.

Rekordspieler der Saison war mit 29 von 30 möglichen Einsätzen der „Ballstreichler“ Detlev Berheide, gefolgt von Goldmann und Kula mit 28 Partien. Mannschaftskapitän war Linksfuß Theo Stuckmann. Hinten machten Akteure wie Ralf Sennhenn, Martin Schräder, Christoph Carneim oder Frank Czieslik dicht. Im entscheiden Spiel um die Meisterschaft am Vorletzten Spieltag beim 5:2-Heimsieg gegen den BV Hamm musste Carneim kurz nach dem Anpfiff mit einem Kreuzbandriss ins Krankenhaus, war zum Abpfiff aber schon wieder zurück. Die Meisterfeier wollte er sich nicht entgehen lassen.

Schon vor drei Jahrzehnten war abzusehen, dass Sennhenn ein Dauerbrenner mit Fleißkärtchen werden würde. Damals absolvierte er mit 83 Trainingseinheiten die mit Abstand meisten im Team. Die nächsten Akteure folgten mit 75 (Kula, Torhüter Harry Seifarth mit elf Spielen zu Null). Sennhenn blieb immer der WSU treu, wurde nach seiner aktiven Laufbahn Trainer der Mannschaft und ist derzeit Sportlicher Leiter.

Die Bilanz der Saison 1985/86 konnte sich sehenlassen. 48:12 Punkte – damals gab es noch zwei Zähler für einen Sieg – und 95:37 Tore waren das Ergebnis. Fünf Zähler vor dem Vize Rhynern und dem Dritten aus Oelde. Noch stärker war die Heimbilanz mit im Schnitt 300 Zuschauern (750 gegen Oelde, 2:1). Auf 14 Siege, ein Unentschieden und 51:15 Tore brachten es die Aktiven von Trainer Ludwig Grove in der Festung Stadtstadion.

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