Mike Schuster löst Ticket für Triathlon auf Hawaii
Bild: Nieländer
Ein großes Ziel steuert Mike Schuster in diesem Jahr an: Er will beim Ironman auf Hawaii an den Start gehen. Die sportliche Qualifikation hierfür gelang ihm am Wochenende in Frankfurt.
Bild: Nieländer

In 9:20:51 Stunden (56:16/4:59:55/3:19:54 Std.) hat Schuster bei seinem siebten Ultra-Triathlon über 3,8 km Schwimmen, 181 km Radfahren und 42,195 km Laufen als 61. der Gesamtwertung (2600 Starter) und Zwölfter der Altersklasse M35 zum dritten Mal die Qualifikation für Hawaii geschafft.

„Das waren ganz schlechte Wetterbedingungen, aber dafür ist die Zeit top. Ich bin super zufrieden. Da hat sich das Schinden gelohnt“, freut sich Schuster über seine bisher zweitschnellste Zeit. Nur in Zürich (2007) war er in 9:13 Stunden schneller gewesen.

Bei der Europameisterschaft lief es für Schuster wie geplant. Die 3,8 km Schwimmen im Langener Waldsee absolvierte der Holzmechaniker in Bestzeit von 56:16 Minuten und blieb damit unter seiner Marschtabelle. „Allerdings waren die ersten 500 Meter ein reines Gehaue. Ich bin dann ganz links geschwommen und die meiste Zeit alleine“, sagte Schuster, der schon bei der ersten Disziplin des Dreikampfs ein gutes Gefühlt hatte.

Die Rekordjagd schien sich auf dem Rad fortzusetzten. Die erste von zwei Radrunden beendete Schuster mit einem Schnitt von 37,7 km/h und trotzte dem immer stärker werdenden Regen und Wind. In der zweiten Runde hörte zwar nach 140 km der Regen auf und die Sonne ließ sich blicken, doch bei dem schwülen Wetter wurde der Wind immer heftiger. „Gegen den Wind bin ich manchmal nur 25 km/h gefahren. Das hat mir auf den letzten 35 km die Schuhe ausgezogen. Ich hatte mir im Vorfeld zwar Wind gewünscht, weil ich dann die besten Ironman mache, aber nicht so starken.“ In 4:59:55 Stunden blieb Schuster dennoch unter der Marschroute von 5:00 Stunden und verbesserte sich von Rang 193 auf Platz 69.

Im Marathonlauf blieb er auf Bestzeit. „Die erste Runde war super flott. Ab der zweiten Runde konnte ich das Tempo nicht mehr halten. Ich befürchtete schon Krämpfe in den Oberschenkeln. Aber sie haben gehalten. Ich habe dann Cola getrunken und bin an den Verpflegungsstellen ein paar Meter gegangen“, erklärte Schuster das Erfolgsrezept. Am Montag bezahlte der Gütersloher die 600 Euro für den Hawaii-Startplatz und sucht nun einen Sponsor, der ihm hilft, seine Teilnahme bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft am 13. Oktober zu finanzieren.

SOCIAL BOOKMARKS