Mit Biss zum Tabellenzweiten Wolfsburg
Rebecca Granz (l.) hat sich nach einer Grippe zurückgemeldet und füllt den arg dezimierten Kader des FSV Gütersloh  auf.

„An so eine Klatsche wie gegen München glaube ich nicht“, sagt Graskamp An einen Punkt oder gar einen Sieg aber auch nicht. Dazu ist Wolfsburg zu spielstark und vor allem zu torhungrig. Am letzten Spieltag, beim 4:2-Erfolg über den 1. FFC Frankfurt, präsentierte sich der Tabellenzweite handlungsschnell, antrittsstark und lauffreudig.

 Graskamp zeigt sich ermutigt von der Leistung seiner Elf gegen Essen. Dort unterlagen die Gütersloherinnen zwar unglücklich mit 1:2, präsentierten sich aber ordentlich. „Wir werden hier nicht untergehen. Für ein Unentschieden wie gegen Frankfurt muss es aber schon sehr glücklich laufen“, ahnt der Trainer.

 Die Voraussetzungen sind allerdings denkbar ungünstig. Stürmerin Marie Pollmann ist nach ihrer Gelb-Roten Karte gesperrt. Fehlen werden auch die verletzten Nina Philipp, Franziska Bröckl und Nina Claassen. Darüber hinaus hat sich Mittelfeldspielerin Kristina Gessat wegen studienbedingter Verpflichtungen abgemeldet. Dafür hat sich Rebecca Granz nach ihrer verschleppten Grippe zurückgemeldet.

Um überhaupt 16 Spielerinnen mit nach Wolfsburg nehmen zu können, stößt Katharina Paul aus der zweiten Mannschaft zum Kader. Da die Dalkestädterinnen spielerisch und personell klar im Nachteil sind, setzt Graskamp auf zwei Tugenden: Biss und Ehrgeiz. „Das ist ja kein Freundschaftsspiel auf einer Sportwerbewoche“, macht er deutlich, dass es um Meisterschaftspunkte geht und das Spiel auch angesichts der haushohen Überlegenheit des Gegners nicht einfach abgeschenkt wird.

Außerdem treffen die FSV-Frauen auf ihre ehemaligen Mitstreiterinnen Annabel Jäger und Lina Magull. Und auch die einstige Leistungsträgerin des FC Gütersloh, Lena Gößling, läuft – mittlerweile zur Nationalspielerin gereift – im VfL-Trikot auf. Insgeheim hofft der Trainer, dass sich seine Elf von Wolfsburg etwas abguckt, denn der nächste Gegner ist Bayer Leverkusen. Und wenn Gütersloh in der Liga bleiben will, ist ein Sieg gegen den Vorletzten Pflicht.

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