Mit Elfmeterkrimi ins Pokal-Halbfinale
Bild: Brandt
Siegerinnen-Jubel bei der WSU mit (v.l.) Maeva Jocksch, Hanna John, Carolin Karmann, Sandra Blanke, Annika Bröcker, Carina Louis und Laura Rieping.
Bild: Brandt

Laura Rieping bringt den Ball in den Strafraum, dort steigt Sandra Blanke hoch, setzt sich mit aller Macht durch und köpft den Ball zum nicht mehr für möglich gehaltenen 3:3-Ausgleich über die Linie.

Die logische Konsequenz: Elfmeterschießen. Dort konnten die Emsstädterinnen den psychologischen Vorteil des späten Ausgleichstreffers nutzen. Sie zeigten vom Punkt die besseren Nerven. Carina Louis, Laura Rieping, Carolin Karmann und Vanessa Otte trafen allesamt sicher, während die Gäste zweimal vergaben. Patricia Kroboth scheiterte an Melanie Ziegner, Annina Kühme schoss über das Tor. Es war vollbracht, die WSU stand durch einen 7:5 (1:1, 2:2)-Erfolg im Halbfinale.

Bis zur Nachspielzeit sah es so aus, als würde die WSU auch das zweite Aufeinandertreffen mit dem SV verlieren. In der Liga hatte es bereits ein 0:2 gegeben. Auch dieses Mal taten sich die Emsstädterinnen sehr schwer. Sarah Mahler schien bereits der WSU-Schreck zu sein, erzielte sie doch alle drei Treffer für die Gäste.

Gleich zweimal ging Warendorf in Führung, Karmann (39.) und Rieping (65.) waren die Torschützinnen. Doch der Jubel währte jeweils nur kurz, denn die Gäste schlugen postwendend zurück (40., 70.). Zum Ende der regulären Spielzeit war der SV dem Siegtor näher als die WSU. Der Treffer fiel aber erst in der Verlängerung, als Mahler die Gäste in Führung schoss (98.). Diese versuchten in der Folge, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Warendorf vergab durch Maeva Jocksch zwei Großchancen (110., 117.), ehe Blanke zuschlug.

„Wir haben Moral gezeigt“, hielt WSU-Trainer Max Ende als positive Erkenntnis fest.

WSU: Ziegner, Bröcker, Rieping, Rademacher (110. Niebrügge), Heinrich (91. Brinkkötter), Blanke, Otte, Louis, Jocksch, John (46. Wedig), Karmann

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