Mit Löwenmut gegen kleine Zebras
Zu kurz gegriffen: Alexander Hahnemann greift hier daneben, bekam aber gute Noten von Trainer Peter Feldkötter.

 Das aber ist für Peter Feldkötter noch nicht abgemacht; der Interimscoach des NRW-Liga-Letzten versteht sich als Mutmacher im Übergang. Und so einer kann doch nicht vorher aufgeben! „In Duisburg ist alles möglich, wenn alle zusammen möglichst viel richtig machen“, pendelt er 68-Jährige nebulös zwischen Mentaltraining und Wunschdenken. Aber was bleibt ihm übrig?

 Der Liga-Zweite von Nachwuchschef Uwe Schubert hat zuletzt sogar den Primus Viktoria Köln mit 3:2 im Spitzenspiel überrannt und rückt damit bis auf sieben Punkte auf Platz eins heran. Ahlen wurde hingegen von Köln mit neun Toren – wie sagt Feldkötter? – „verprügelt“. Warum sollte es Mittwoh Abend um 18 Uhr an der Westender Straße anders laufen?

Vielleicht, weil Feldkötter zwar keine Großkatzen auf die Duisburger Grassteppe schickt, dafür aber Löwenmut predigt. „Wir müssen eben Kerle sein. Spielerisch halten wir da nicht mit, wir müssen es über den Kampf versuchen“, so seine Alternative, die an eine positive Einstellung der Spieler appelliert. Schon beim 0:2 gegen Bergisch-Gladbach hätten es doch seine Spieler „passabel versucht“, will er gesehen haben. Und hofft beim MSV inständig auf passable Fortsetzung.

Ob er dafür Nienhaus und Hecker wieder zur Verfügung hat, ist noch nicht sicher. Die beiden sind, ebenso wie Torwart Tapu, wieder ins Training eingestiegen. Venker bleibt noch draußen, wenn es auf eine – wahrscheinlich – sehr einseitige Safari geht. Bis dahin versucht Feldkötter vor allem mit Gesprächen ein neues selbstbewusstes Denken zu installieren: „Wir brauchen Zeit, hier noch einige Dickköpfe frei zu pusten.“  Gut gebrüllt, Löwe. Immerhin.

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