Mit Tempo durch die „Grüne Hölle“
Herausforderung gemeistert: (v. l.) Anette Neu, Claudia Jasperneite, Horst Jasperneite und Ralf Ruppert sammelten eifrig Kilometer.

Bei herrlichem Wetter begann das alljährliche 24-Stunden-Rennen am Samstag um 13.15 Uhr und endete am Sonntag um die gleiche Uhrzeit. Dabei galt es, die Grand-Prix-Strecke und die legendäre Nordschleife des Nürburgrings – von Jackie Stewart „Grüne Hölle’ getauft – in 24 Stunden möglichst oft zu umrunden.

 Die Streckenlänge beträgt zirka 26,6 Kilometer mit 72 Kurven und 550 Höhenmetern. Knapp 5000 Teilnehmer starteten in Zweier-, Vierer- und Achter-Teams oder als 24-Stunden-Einzelfahrer.

Die Nordschleife verlangt von den Rennradsportlern nicht nur absolute, sportliche Fitness, Kraft, Ausdauer und Durchhaltevermögen, sondern auch fahrerisches Können und Mut: in den Abfahrten werden Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erreicht. Das Tempo wird den Fahrern auf einer großen, elektronischen Anzeige in der Senke zur „Fuchsröhre“ angezeigt.

Besonders wichtig ist es aber auch, dass die Rennfahrer sich mit genügend Nahrung und Flüssigkeit versorgen. Ansonsten droht der gefürchtete „Hungerast“, und dann geht nichts mehr.

Horst Jasperneite stellte sich in den Dienst der Vereinskollegen, legte Rundenpausen ein und sorgte dafür, dass seine Sportfreunde während der kurzen Boxenstops die Energiespeicher mit Nudeln, Broten, heißer Suppe und Kaffee auffüllen konnten. Von großer Bedeutung war es auch, sich um die Technik der Räder zu kümmern.

Die Fahrer des RSC Wadersloh gingen als Einzelstarter in das 24-Stunden-Rennen und erreichten hervorragende Ergebnisse.

Claudia Jasperneite (Altersklasse 1 wurde Gesamtzweite mit 505,4 Kilometern und 10 450 Höhenmetern. Annette Neu (AK 3) Gesamtzehnte mit 372,4 Kilometern und 7700 Höhenmetern, Ralf Ruppert (AK 11) Gesamt-27. mit 532 Kilometer und 11 000 Höhenmetern, Horst Jasperneite (AK 35) Gesamt-235. mit 212,8 Kilometern und 4400 Höhenmetern.

Entscheidend für die Wadersloher war jedoch, heil ins Ziel gekommen zu sein, denn einige Sportler stürzten schwer und mussten mit dem Rettungswagen beziehungsweise Hubschrauber abtransportiert werden.

SOCIAL BOOKMARKS