Mit Verstärkung aus dem Land der Tulpen
Wer will da drüberkommen? (v. l.) Ferdi Hümmecke, Kai Bekston und Jannis Fauteck in der Mauer der Ahlener SG, die Freitag Abend aber noch stärker arbeiten soll. 

Doch auch wenn der Gast den 14. Tabellenplatz belegt und damit die Abstiegsränge anführt, warnt Trainer Sascha Bertow vor Überheblichkeit. „Dafür gibt es keinen Grund“, sagt er. „Die Mannschaft besteht aus vielen jungen Leuten, die sehr gut ausgebildet sind. Außerdem hat sie sich mit dem jungen Holländer aus der ersten Mannschaft verstärkt, deshalb dürfen wir den Gegner nicht unterschätzen.“

Nach Bertows Meinung spielen die Gäste einen guten, schnellen Ball, haben aber in fast jeder Begegnung einen zehnminütigen Durchhänger. „Stellen sie das ab, dann können sie auch jeden schlagen“, ist er sich sicher.

 „Man darf von so einer jungen Mannschaft auch nicht zu viel erwarten“, erklärt Gäste-Trainer Matthias Struck. „Wir spielen mit fünf bis sechs A-Jugendlichen, deshalb ist unsere Platzierung auch keine Überraschung.“ Die Unerfahrenheit seiner Spieler habe sein Team den einen oder anderen Punkt gekostet, bemängelt Struck. Aber deshalb verfällt der ehemalige Profi nicht in Aktionismus. „Wir haben die gleiche Situation wie im vergangenen Jahr“, sagt er. „Und da haben wir die Kurve auch gekriegt.“

Auffälligster Akteur in Reihen der Gäste ist Lemgos Neuzugang Dani Baijens, den der Erstligist als Reaktion auf die Verletzten-Misere im November aus Flensburg verpflichtet hat. Der 20-jährige Niederländer, der auch Nationalspieler ist, sammelt in der Nachwuchsmannschaft in der Dritten Liga Spielpraxis.

„Er ist ein Spieler, der der Mannschaft zusätzliche Qualität gibt“, sagt Bertow. Die ASG will die Siegesserie weiter ausbauen. Doch um erneut erfolgreich zu sein, fordert der Trainer eine deutliche Verbesserung der Defensive. „In Menden haben wir nicht gut verteidigt“, kritisiert er. „Das müssen wir deutlich besser machen.“ In Menden war das Glück mit dem Tüchtigen. Doch darauf will sich Bertow nicht verlassen, deshalb fordert er volle Konzentration ein.

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