Mit dem zweiten Atem weggepustet
Rudelkuscheln: Motivation holen, Gemeinschaft erleben und anfeuern – die Ahlener SG hat sich vor allem nach der Pause gesteigert und den erwarteten Favoritensieg nach Hause geholt.

„Da hat sich gezeigt, dass die Mannschaft 60 Minuten Vollgas geben kann und sich das harte Training im Konditionsbereich gelohnt hat“, sagte ASG-Coach Sascha Bertow. Im Gegensatz zum Spiel in Ferndorf drehte seine Mannschaft in der letzten Viertelstunde mächtig auf und zog bis zum Abpfiff auf zehn Tore davon.

 Zuvor hatten sich viele Parallelen zu der Partie am vorigen Wochenende aufgetan. Fahrige Anspiele an den Kreis, die Björn Wiegers nicht erreichten, unkonzentrierte Abschlüsse und technische Fehler in ungewohnter Zahl. Gleich zwölf solcher Fehler produzierte die ASG-Sieben bis zur Pause. „In den letzten 15 Minuten war die Torhüterleistung dann gut, die Abwehr ordentlich und vorne ha

ben wir auf den Punkt gespielt“, ergänzte Bertow. Ganze acht Treffer ließen die Gastgeber im zweiten Spielabschnitt zu – eine Quote, die sich sehen lassen kann. Dass die Partie besser wurde, lässt sich auch daran festmachen, dass Björn Wiegers gleich fünfmal erfolgreich war, während er in der ersten Hälfte nur dreimal traf. Für den zu Beginn unglücklich spielenden Mattes Rogowski zog Marvin Michalczik auf der Mittelposition die Fäden. „Das hat er richtig gut gemacht“, lobte der ASG-Trainer. T

rotz des am Ende deutlichen Erfolgs ging ein tiefes Durchatmen durch das gesamte ASG-Lager. Es war ein schweres Stück Arbeit, das sie da abgeliefert hatten. Begünstigt wurde das auch durch den Ausfall von Sebastian Breuker (Knieverletzung), Christopher Temp (Verdacht auf Kreuzbandriss ohne Fremdverschulden) und Björn Wohlgemuth (drei Zeitstrafen). Ohne die drei etatmäßigen Rückraumspieler hatten die Gäste Probleme, Druck zu erzeugen und einfache Tore zu erzielen.

Im Gegensatz zum Spiel in Ferndorf steckte die ASG nie auf und kämpfte bis zum Schluss, ohne dabei den Kopf zu verlieren. Am Ende hat sie sich damit selbst belohnt und ihrem Trainer ein schönes Geschenk gemacht: Zwei Punkte, über die sich Bertow an seinem 39. Geburtstag freute.

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