Mit gutem Gefühl ins nächste Spiel
Bild: Wegener
Selbstkritisch analysierte Ahlens Jannis Fauteck (l.) das Spiel seiner Mannschaft bei der Niederlage gegen GWD Minden II.
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 „Wir haben es nicht geschafft, die Räume richtig anzulaufen“, versuchte Rückraumspieler Jannis Fauteck eine Erklärung für die total verpatzte erste Halbzeit zu finden. „Wir sind dahin gelaufen, wo die Mindener uns hinhaben wollten. Deshalb haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden.“

Jugendlicher Elan schlägt Routine

Das war nicht zu übersehen, und trotzdem wunderten sich die Zuschauer auf den Rängen der Friedrich-Ebert-Halle über die desolate Vorstellung ihrer Mannschaft gegen die 3:2:1-Deckungsformation der Ostwestfalen. Die erfahrenere Sieben wirkte rat- und kopflos und war ein ums andere Mal nicht in der Lage, die richtige Entscheidung zu treffen. Personelle Umstellungen verpufften ebenso wie klärende Worte von Trainer Sascha Bertow in der Auszeit nach zwölf Minuten.

Während die ASG zusehends verkrampfte, spielte der Erstliga-Nachwuchs seinen jugendlichen Elan frisch und unbekümmert aus. Und vor allen Dingen: erfolgreich. Das belegt die souveräne 14:8-Halbzeitführung. „Wir wollten mit unserer Abwehr so viel Druck auf den Angriff des Gegners geben, dass er geschockt ist. Das hat wunderbar funktioniert“, freute sich GWD-Trainer Moritz Schäpsmeier mit breiter Brust.

Eine erste Halbzeit „zum Vergessen“

„Die Halbzeit war zum Vergessen. Wir haben schlecht gespielt“, fasste Rogowski die ersten 30 Minuten prägnant zusammen. „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“  Dass die Bertow-Sieben es viel besser kann, hat der zweite Spielabschnitt gezeigt. Frei nach dem Motto „Ist der Ruf erst ruiniert, spielt es sich ganz ungeniert“ setzte die Mannschaft die Vorgaben des Trainers um. Mit Laufbereitschaft, Übersicht und der nötigen Geduld erarbeitete sie sich gute Möglichkeiten und gestaltete das Spiel wieder offen.

„Es ist gut, dass wir in der ersten Halbzeit schlecht und in der zweiten gut gespielt haben“, sagte der Kapitän. „So kann die Mannschaft mit einem guten Gefühl in das nächste Spiel gehen.“

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