Mit heiligem Eifer ins Pokal-Duell
9. Mai 2012: Die Beckumer bejubeln ihrenm Pokalsieg in Ahlen. Folgt Mittwoch die Neuauflage?

 Beckum und Ahlen, das ist kein Duell, bei dem sich Grenzdebile zum Rudelkloppen verabreden, sondern ein ewig junges Derby, auf das sich Fußball-Begeisterte im ganzen Kreis freuen. Und wenn es „Bumm“ macht, dann nur auf dem Platz. Gesünder geht’s nicht. Allein schon wegen des letzten Knallers lohnt sich die Neuauflage Mittwoch im Pokal-Halbfinale in Ahlen (18.30 Uhr).

 Vor knapp über einem Jahr schoss Landesligist Beckum die Rotweißen mit 7:6 nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb. „Ein toller Abend“, seufzt Ralf Eickelmann, Trainer der BSV. Die Druckwelle lief an der ganzen Werse entlang und zeitigte positive Wirkung – längst respektiert man sich.

 „Ein ABSOLUT besonderes Spiel für uns“, betont Eickelmann, der die Arbeit der Kollegen Antwerpen und Castilla lobt. Und auf der Gegenseite räumt Coach Marco Antwerpen ein: „Wir nehmen Beckum sehr ernst.“ Schmerzlich gelernt, diese Hochachtung gegenüber dem zwei Klassen tieferen, aber hoch motivierten Gegner, der das Wunder erneut zelebrieren will. „Muss natürlich alles passen“, nickt Eickelmann tapfer. „Ahlen ist individuell große klasse. Aber vielleicht können wir sie vorne packen.“

Ja, das kann Antwerpen sogar nachvollziehen. „Wenn man auf die Gegentore schaut, könnt er Recht haben.“ Um so mehr Grund, mit heiligem Eifer ins Spiel zu gehen. Schließlich locken die Fleischtöpfe des Westfalen- und DFB-Pokals – die könnten sie alle gut brauchen.

 Während Beckum mit der Siegermannschaft von Mesum anreist, kann Ahlen mit Niemeier und vielleicht Wilms Dell’Unto die Abwehr wieder aufpeppen. Und hatte wegen des Sonntagsspiels 24 Stunden länger Ruhe. „Könnte ein Vorteil sein“, so Eickelmann, der vor erwarteten 900 Zuschauern so lange „Nadelstiche“ setzen will, bis der große Favorit vielleicht wieder „Bumms“ macht. So oder so: Ein Feuerwerk der guten Laune ist garantiert.

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