Müder Körper folgt, wenn der Geist ruft
Durchsetzen auch in Unterzahl: René „Hotte“ Lindner allein gegen Gievenbecks Altun und Gerbig. Mittwoch gegen Dortmund wird es sicher nicht entspannter.

 Im inzwischen schon sechsten Spiel in zweieinhalb Wochen ist damit die Ganzkörperbelastung komplett. „Ein wahnsinniger Kraftakt“, hat Trainer Christian Britscho schon im Vorfeld rotiert, was der Kader hergab, um die Anstrengungen schonend auf alle Schultern zu verteilen und die Ermüdungsverletzungen so weit wie möglich auszuschalten.

Mittwoch Abend gegen den ASC Dortmund (19.30 Uhr) allerdings gibt’s noch einmal das volle Programm – Mitdenken inklusive. Denn mit der neu entdeckten Defensivarbeit, die sich gegen Gievenbeck schließlich auch nicht so effektiv spielen ließ, oder wie im Hinspiel, das Ahlen noch 4:0 in Dortmund gewann, lässt sich der Liga-Achte nicht mehr beeindrucken.

 „Wir müssen uns ganz anders anpassen“, hat Britscho den Stil des ASC studiert und verlangt einiges an Flexibilität von seinen Spielern. Seitdem im Oktober Daniel Sekic die 09er übernommen hat, operieren die mit langen Bällen, die erst vorn effektiv verarbeitet werden. Da muss Ahlens Defensive nicht nur kopfballstark dagegenhalten, sondern auch noch wendig nachsetzen.

„Wenn die lang rausschlagen, können wir schlecht vorne anlaufen“, erwartet der Trainer, dass sich seine Jungs je nach Situation frei entscheiden. Und hofft, dass der matte Körper dann dem fordernden Geist noch reaktionsschnell folgen kann.

 Da natürlich am Sonntag schon wieder Westfalia Rhynern wartet wird Britscho auch heute im Wersestadion die ein oder andere Position neu besetzen. Pflicht ist das aber nur bei einer: Phillip Grodowski hat sich gegen Gievenbeck das Sprunggelenk verletzt und ist raus. Wer außer ihm könnte dann noch auf der „Zehn“ spielen? Vielleicht doch wieder Cihan Yilmaz? Oder warte – Britscho überlegt und grinst: „Schipmann vielleicht?“ Wenn schon Rotation, dann auch konsequent.

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