Münster-Marathon  ist das Traumziel 
Gelaufen wird bei jedem Wetter.

Denn die Teilnehmer des mit „We have a Dream“ benannten Projekts haben in der Tat einen Traum: Die Teilnahme am Münster-Marathon am 9. September. Am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr gehen sie im Teutoburger Wald auf die gemeinsame Trainingsrunde, mit der sie sich auf den Hermannslauf, dem nächsten Etappenziel vorbereiten. „Das ist schon erstaunlich, wie gut die alle aus dem Bett kommen“, so ein Teilnehmer.

Im März 2011 startete das in fünf Module unterteilte Marathon-Projekt. In den anderthalb Jahren werden die Teilnehmer vom Anfänger bis zur Marathonreife trainiert. „So ein Erfolg war nicht abzusehen. Das ist ein Selbstläufer geworden“, ist Post-Sportler Ulrich Stiens mit der Resonanz mehr als zufrieden. Mit durchschnittlich neun Neuanmeldungen pro Trainingsmodul bleibt die Teilnehmerzahl auf einem konstanten Level.

Bevor es an diesem Sonntag auf die bergige Strecke geht, gibt Stiens letzte Instruktionen. „Ihr dürft nicht zu viel tun, sonst seid Ihr nachher übertrainiert“, mahnt er, die eigene Leistungsfähigkeit besser einzuschätzen. Es wird wieder in drei Gruppen gelaufen. Jede Gruppe wird von einem Betreuer begleitet, der auf ein leistungsgerechtes Tempo achtet und an den läuferischen Feinheiten feilt.

 Robby ist das erst einmal egal. Der Hund von Peter Schuchardt lässt die Ohren hängen und schaut etwas missmutig ins nasskalte Wetter. Ein trockenes Plätzchen hinterm warmen Ofen wäre genau das Richtige, scheint er sagen zu wollen. Aber Training ist Training, denn am 29. April steht der Hermannslauf auf dem Programm. 24 Teilnehmer der Laufgruppe haben sich inzwischen zu der „Leistungskontrolle Hermann“ angemeldet.

 „Unsere Gruppe ist die fleißigste“, erzählt Axel Gierhake mit einem Augenzwinkern. Dreimal in der Woche trifft sie sich, um ihre Kilometer abzuspulen. Selbst am ersten Weihnachtstag wurde trainiert. Ganz so bierernst ist die Sache aber nicht, denn auch abseits der Piste wird viel unternommen. „Das ist fast wie eine kleine Familie“, freut sich Roland Wittenburg über den guten Zusammenhalt.

 „Das ist schon alles sehr locker hier“, bestätigt Uta Kratzsch. Trotzdem verliert sie das Ziel nicht aus den Augen: „Keine Diskussion, wir machen weiter bis Münster.“ Gesagt getan – nach zwei lockeren Aufwärmrunden auf dem Parkplatz „Eisgrund“ an der Lämershagener Straße geht es auf die bergige Strecke. Der „Hermann“ ruft.

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