Multi-Kulti-Mannschaft startet durch
Bild: Havelt
Freunde, die sportlichen Erfolg wollen: Als Interkultureller Fußballclub (IFC) Warendorf geht die Mannschaft ab August in der Kreisliga C an den Start und hat sich neben dem Spaß am Spiel den Aufstieg innerhalb von zwei Jahren auf die Fahne geschrieben.
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Sie werden in der kommenden Saison als Interkultureller Fußballclub gemeinsam dem runden Leder in Warendorf nachjagen.

„Die Idee habe ich eigentlich schon seit der Jugend“, erzählt Eugen Migov, der zeitgleich Erster Vorsitzender, Spieler und Initiator des IFC Warendorf ist. Mit dem eigenen Verein erfüllte sich der 25-Jährige, der zuletzt beim SC Hoetmar spielte, einen Traum.

Migov wohnt als Student derzeit in einer WG in Köln mit seinem Mitstreiter Andrej Weimer aus Freckenhorst. „Wir habe öfter darüber gesprochen, dann wurde die Sache immer konkreter.“ Am 17. Mai vergangenen Jahres wurde der Verein gegründet, seit dem 5. Januar ist er auch im Register beim Amtsgericht Münster eingetragen. Elf Tage später erhielt der Club die vorläufige Gemeinnützigkeit. Dann meldete sich der IFC zum Spielbetrieb an und wird zunächst in der Kreisliga C auf Punktjagd gehen.

Das mit teils im Fußballkreis durchaus bekannten Gesichtern. So auch Spielertrainer Enver Rama, der mit 33 Jahren der älteste der Aktiven und damit auch der Leitwolf ist. „Die Sache reizt mich. Ich habe richtige große Lust darauf, mit den Jungs etwas zu erreichen.“ Schließlich will die Multi-Kulti-Mannschaft auch den sportlichen Erfolg und spätestens in ihrer zweiten Saison in die Kreisliga B aufsteigen.

Trainiert wird zweimal in der Woche, dienstags und donnerstags ab 19.30 Uhr, offiziell auf dem Ascheplatz an der Kapellenstraße. Manchmal aber auch auf Rasen am Berufskolleg. „Damit sind wird erst einmal zufrieden“, sagt der Vizechef und Co-Trainer Besnik Bojku.

Aber Träumen muss erlaubt sein. Und genau das tut Kassierer und Spieler Andrej Weimer auch: „Langfristig hoffen wir auf eigene Jugendarbeit und würden uns gerne einen Rasenplatz mit Vereinsheim bauen. Wir sind ein eingeschworener Haufen.“

Auf die Freundschaft der Aktiven untereinander setzt der Verein im erster Linie. „Freunde sind wir, jetzt muss es nur noch sportlich klappen“, sagt Schriftführer Erman Aydin, der als einer der wenigen Aktiven im Verein nicht selbst mitspielen wird. „Jeder kann gerne dazustoßen. Wir sind da völlig offen“, hofft Bojku in Zukunft auf mehr Mitglieder.

Mehr zum Thema lesen Sie am Mittwoch (8. Juli) in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“.

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