Nachtschicht soll sich wieder lohnen
Du kommst hier nicht vorbei: Kevin Kahlert (h.) und René Lindner (l.) stemmen sich gemeinsam gegen Münsters Angriff. Bei Fortuna Köln verlässt sich RW Ahlen erneut auf seine beiden Innenverteidiger.

RW Ahlen schließt jetzt als Letzter zum Bonner SC auf, liegt noch zwei Spielen hinter Bergisch-Gladbach und kann mit einem Sieg gleich beide auf einen Schlag überholen. Selbst ein Unentschieden reichte wegen des besseren Torverhältnisses, um Bonn wieder hinter sich zu lassen. Aber Platz 19, das wär’ doch noch schöner, oder?

„Das wollen wir unbedingt ausnutzen“, sagt Assistent Orhan Özkara, der dafür mit dem Trainerteam noch bis kurz vor Mitternacht eine erneute Videoanalyse betrieben hat. Eigentlich ist die Arbeit ja gemacht, schließlich wurde letzte Woche kurz vor knapp erst abgesagt.

 „Aber tatsächlich haben wir noch ein paar neue Ideen entwickelt, wie wir bei Fortuna-Standards reagieren können. So was lohnt sich immer“, haben Özkara, Andreas Zimmermann und Christopher Nilius den letzten 1:0-Sieg der Kölner über Lippstadt unter die Lupe genommen. Auch eine Nachtschicht, wenn man so will.

Ob es nutzt? Orhan Özkara ist optimistisch. Die Vorstellung gegen Münster, dessen junge Spieler Özkara schließlich bei Preußens U19 selbst noch trainiert hat, gab trotz der Niederlage Hoffnung. „Eine sehr gute Leistung gegen eine der besten Mannschaften bisher“, lobt Özkara. „Man muss den Jungs wirklich anrechnen, dass sie auf konstant hohem Niveau spielen. Ein gutes Zeichen.“

Die beiden Knackpunkte, die zur Niederlage führten, ändern seine Meinung nicht. Der Strafstoß zum 2:2, übrigens der schon 14. Elfmeter gegen RW Ahlen, sei sowieso keiner gewesen. „Wiesweg ist der Ball vom Körper an die Hand gesprungen, das kann man nicht pfeifen.“ Und Torwart Bernd Schipmann ist das 2:3 längt verziehen. „Ein unglaublich sicherer Führungsspieler“, setzt sich Özkara für den Schlussmann ein. „Er ist sehr athletisch geworden und hat unser vollstes Vertrauen.“

So wie alle, die am Mittwoch Spätschicht haben. „Jeder will spielen“, freut sich Özkara über eine ebenso volle, wie ehrgeizige Kapelle, die in Köln zum Tanz aufspielt. Bei dem Nachtzuschlag kein Wunder. Und steuerfrei ist es auch noch.

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