Nervosität weicht schnell der Siegesfreude
Foto: Caspar
Ein gelungenes Saisondebüt gab es für Lena Heidenreich. Die Verbandsligaspielerin des TC Kaunitz gewann das Spitzeneinzel gegen ihre Kontrahentin vom TuS Sennelager souverän in zwei Sätzen. Zum Gesamtsieg für den FCK reichte dies allerdings nicht, Kaunitz verlor 3:6.
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Gegen ihre vier Leistungsklassen höher aufschlagende Konkurrentin setzte sich Heidenreich letztlich locker mit  6:4, 6:1 durch. Weil Kaunitz nur dieses Einzel zu seinen Gunsten verbuchte, war das Duell schon vor den Doppeln entschieden. Immerhin punktete der TCK dann zweimal durch Heidenreich/Sina Brinkhaus (6:2, 1:6, 10:5) und Christina Peitz/Lena Gellenbeck (6:2, 6:4).

Keine Überraschung für Lena Heidenreich: „Die Doppel sind unsere Stärke, darauf ist auch unser Training abgestimmt.“ So fiel die nicht unerwartete Niederlage gegen den Aufstiegsfavoriten mit 3:6 moderat aus. Das erst in diesem Sommer aus dem Boden gestampfte Sennelager-Team ist allerdings eine andere Hausnummer: Trainerin Carolin Daniels, einst Profi mit Weltranglisten-Platzierung („Viel verdient habe ich nicht, aber viel von der Welt gesehen“), hat in ihrer professionell geführten Akademie hoffnungsvolle Talente um sich geschart. Sie machte kein Geheimnis daraus, dass das ehrgeizige Projekt den TuS bis in die Bundesliga führen soll. Die Stärke der Gäste bekamen vor allem die Neuzugänge Lena Gellenbeck und Melanie Großeastroth zu spüren, die jeweils mit 0:6, 0:6 die Höchststrafe einstecken mussten.

Gellenbeck nahm die Packung mit einem Lächeln hin. „Eigentlich habe ich mich nicht schlecht gefühlt, aber meine Rivalin war heute einfach nicht zu stoppen. Wenigstens ein Spiel hätte ich heute gern gewonnen“, kommentierte die ausgebildete Physiotherapeutin, die inzwischen als Krankenpflegerin arbeitet.

Melanie Großeastroth nahm ihre Schlappe nicht so gelassen hin. Danach hockte sie fast eine halbe Stunde lang frustriert auf ihrer Bank, ärgerte sich über den sich wieder meldenden Muskelfaserriss: „Der hat sich bereits im ersten Satz bemerkbar gemacht. Dabei hatte ich vorher nichts gemerkt.“

Derweil wurmte Julia Becker (1:6, 5:7) ein vermeintlich „guter Ball“, den aber die Oberschiedsrichterin im Aus gesehen hatte: „So wurde mir die Chance auf einen dritten Satz genommen.“ Auffallend bei der 28-Jährigen: Ihr mit Disney-Motiven tätowiertes Bein. „Würde Julia noch bei uns wohnen, hätten wir ihr das nicht erlaubt“, merkte ihre zuschauende Mutter Sabine Becker schmunzelnd an.

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