Neue Verträge und freie Hand für Vata und Hunt
Antraben in die Spielzeit 2017/18 beim FC  Gütersloh 

Danach schlenderte das durch das turbulente letzte Jahr gestählte und zusammengewachsene Trainerduo zu einer längeren Begrüßungsansprache in die Kabine, bevor der um einige Gastspieler verstärkte Kader dann auf einem Teil des Heidewaldrasens die ersten obligatorischen Übungsspielchen absolvierte. Der Trainingsauftakt zur Saison 2017/18 des noch vor wenigen Wochen vor dem Aus stehenden Fußball-Oberligisten FC Gütersloh verlief gestern im Heidewald ziemlich normal.

„Wir sind einen Schritt weiter als im Vorjahr“, bilanzierte Marc Hunt die sportliche Lage. 13 Akteure sind geblieben, dazu kommen sieben Neue, von denen Orkus Tosun (Arminia Bielefeld U23), Roland-Rückkehrer Petrick Piontek und der aus Lippstadt gekommene Halil Elitok Oberligaerfahrung besitzen. Doch auf dem Wunschzettel stehen noch acht weitere Spieler.

Die Torwartposition (Vata: „Da brauchen wir noch drei“) ist vakant. Bedarf sieht Vata auch auf den offensiven Außenbahnen (zwei) und im Sturm (eine Mittel- und zwei Außenstürmer). Gestern waren Radoslaw Libera, der den Verein im Frühjahr aus finanziellen Gründen verlassen hatte, und der Japaner Leo Hisamatsu als Torwarte dabei. Auch eine Rückkehr von Milos Mandic zur zweiten Saisonhälfte ist nicht unmöglich. „Aber jeder muss wissen, dass er hier nicht vom Fußball leben kann. Wir versuchen, bei der Jobsuche zu helfen, aber auch da muss jeder selbst aktiv werden“, sagte Vata.

 Neben Mandic, der ganz in der Nähe des Heidewalds wohnt, könnte auch der Bielefelder Dennis Kina (zuletzt TSV Havelse, davor Arminia U19 und Paderborn U19) als Sechser im Mittelfeld noch ein potenzieller Neuzugangs-Kandidat sein. Der ehemalige Wiedenbrücker Max Wilschrey trainierte gestern mit. Der 21-jährige Stürmer hat sich für einen Studienplatz in den USA beworben, bei einer Absage steigen Güterslohs Chancen auf eine Zusage. „Am Dienstag sind 14 Spieler hier zum Probetraining“, kommt auf Vata und Hunt – ähnlich wie im Vorjahr – viel Puzzlearbeit zu.

„Die beiden haben sportlich freie Hand, wenn sie ihren Etat einhalten“, setzen die Vorstandsmitglieder Hans-Hermann Kirschner und Heiner Kollmeyer, die nun einen schriftlichen Vertrag mit den Trainern auf Grundlage der gestrigen Einigung erstellen, volles Vertrauen in Fatmir Vata und Marc Hunt.

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