Nicht kopflos werden, wenn die Fetzen fliegen

Wohltuend fair ging es in der Hinrunde zu, als die Verler ein enges Spiel verdient mit 28:24 für sich entschieden. „Verl hat eine richtig gute Mannschaft. Von den Top-14 der Verbandsliga kommen mit Raudies, Fröbel, Schmidt und Braun vier aus Verl“, sagt Uwe Walter. „Und sie werden brastig sein und versuchen wollen, die Heimniederlage aus der Vorwoche wieder gutzumachen“, ist die Favoritenrolle für den HSG-Trainer klar vergeben.

 „Man darf es aber nicht als Partie Dritter gegen Letzter sehen. Denn gegen Gütersloh war es eigentlich immer knapp, und unsere personelle Situation ist nicht die Beste“, relativiert der Verler Trainer Sören Hohelüchter. Der muss auf Tim Reithage (Nasennebenhöhlen) und Urlauber Hendrik Schott

verzichten. Thilo Vogler hat Probleme mit dem Fuß, Thomas Fröbel konnte wegen des aufgeplatzten Kinns, das mit mehreren Stichen genäht wurde, nicht trainieren. Beide wollen aber heute auflaufen. „Gütersloh wird über den Kampf kommen. Sie haben den Vorteil, dass sie in jedes Spiel ohne Druck gehen können, weil keiner einen Sieg erwartet“, sagt Hohelüchter.

Der Verler Trainer verlangt von seiner Mannschaft, dass sie wieder mehr auf intelligenteren Teamhandball setzt: „Wenn wir über weite Strecken unser Niveau abrufen und es besser machen als letzte Woche, dann setzen wir uns auch durch.“ „Damit sie nicht in ihr Konterspiel kommen, dürfen wir vorne keine Bälle verdameln und nicht zu früh abschließen“, sieht Uwe Walter für sein Team nur eine Chance, wenn die Gäste immer wieder ins Positionsspiel müssen.

 „Bei aller Rivalität dürfen wir keine dumme Sachen machen und uns dadurch selbst schwächen. Die Emotionen müssen in den richtigen Bahnen bleiben“, will Walter keinen Kampf um jeden Preis. Der HSG-Trainer ist deshalb froh, dass ein erfahrenes Schiedsrichtergespann pfeift.

SOCIAL BOOKMARKS