„Niederlage? Das Wort gibt‘s nicht!“
Uns kann keiner: Marco Antwerpen geht völlig unbeeindruckt ins Verfolger-Duell der Oberliga.

Florian Schnorrenberg vom Verfolger beschwört die prächtige Stimmung in seinem Team: „Wir haben die Chance, die beeindruckende Serie unseres Gegners zu brechen, das ist Motivation genug.“ Der Ahlener Kollege ist unbeeindruckt: „Das Wort ‚Niederlage‘ gibt’s bei uns nicht.“

 Marco Antwerpen trägt die breite Brust des Unbezwungenen vor sich her, die positive Arroganz eines Champions. „Wir waren bislang nie in der Lage, dass der Gegner auch nur an einem Sieg hätte schnuppern können“, sagt er und wird philosophisch: „Man kann sich ja nur mit Dingen befassen, die auch eintreten.“ Niederlage? Was soll das sein? Nie gehört.

Im rund 160 Kilometer entfernten Wittgensteiner Land werden sie alles daransetzen, den Gästen und ihren Fans dieses Wort beizubringen, das ist sicher. Ahlen auf zwölf Punkte davoneilen zu lassen, ist keine Option.

Deshalb glaubt Antwerpen auch, dass Erndtebrück viel mehr Druck verspüre als RW Ahlen. „Die müssen den zweiten Rang verteidigen, die Verfolger sitzen ihnen im Nacken.“ Die Rotweißen hingegen ruhen gelassen auf einem Neun-Punkte-Polster. „Ich hoffe also, dass Erndtebrück schön offensiv mitspielen wird“, klappt Antwerpen vorfreudig das Visier auf.

Und marschiert mit voller Kapelle. Achenbach könnte wieder Rudzinski ablösen, der auf Kunstrasen vielleicht nicht so gut zurecht kommt. Warweg ist wieder im Training, und selbst Schaffer hat nur kleine Wehwehchen, die einem Einsatz kaum im Wege sind. „Wir haben also nichts zu verlieren“, nickt der Trainer. Natürlich nicht. Verlieren? Kennt keiner. Was ist das?

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