Niederlage gegen den „König von Münster“
„Wir wurden fallengelassen“, ist Manfred Mielczarek etwas enttäuscht, fügt sich aber in die Abstimmungsniederlage.

Mit 17 Gegenstimmen, 13 dafür und sechs Enthaltungen lehnte die Ständige Konferenz des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) in Kaiserau schließlich den Antrag des heimischen Kreises ab, den Namen „Warendorf“ für sich zu beanspruchen. „Ach“, sagt Mielczarek, „es ist ja nichts verloren. Es gibt keinen Grund zum Hass oder zum Nachkarten.“

 Vor der Abstimmung hatten er und sein ärgster Widersacher, Norbert Reisener, Vorsitzender des Kreises Münster, noch einmal ihre Argumente dargelegt. Ein Güte-Angebot der Vorsitzenden, den Beckumer Antrag doch noch zurückzuziehen, blieb chancenlos. „Ich hatte den Auftrag des Vorstandes und der Vereine, den politischen und sportlichen Kreis zusammenzulegen“, erklärt Mielczarek seine Unnachgiebigkeit. „Leider“, bedauert FLVW-Präsident Hermann Korfmacher die Härte beider Kontrahenten. „Wir hätten gern mehr mehr Zeit gehabt, weitere Gespräche zu führen.“ Dass es einen politischen Kreis Beckum nicht gäbe, das gesteht er indes auch zu. Das war auch der Grund, warum das Präsidium im Vorfeld schon – sogar schriftlich – mit dem Beckumer Antrag sympatisiert hatte.

 „Deshalb sind wir auch enttäuscht. Wir fühlen uns fallengelassen“, kommentiert Mielczarek das Ergebnis. „Wir wollten die Nord-Vereine ja nicht annektieren, sondern nur den Namen haben“, hätte sich Beckums Vorsitzender mehr Attraktivität versprochen. Aber der Gegenwind war zu heftig, glaubt er. „Reisener ist König und bleibt König von Münster.“

 Einen Kreis Münster-Warendorf, unter dem der Kreis 24 Münster eher inoffiziell firmiert, dürfe es indes auch nicht geben, will Mielczarek keine Missverständnisse aufkommen lassen. Wenn es keinen weiteren Griff mehr auf den Namen „Warendorf“ geben soll, dann auch nicht von Münsters Seite. Das haben sie jetzt davon.

SOCIAL BOOKMARKS