Niederlagen für Verl und Wiedenbrück
Bild: Bremehr
Gesprächsbedarf hatten nach dem 2:3 gegen Siegen Stürmer Timmy Thiele und sein Trainer Alfons Beckstedde vom SC Wiedenbrück.
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„Ich habe so einen Hals“, knurrte Wiedenbrücks Trainer Alfons Beckstedde nach der Niederlage gegen die bereits als Oberliga-Absteiger feststehenden Sportfreunde Siegen. Sein Ärger war nachvollziehbar. Denn einmal mehr in dieser Rückrunde lieferte sein Team einen blutleeren Auftritt ab, einmal mehr gab der SCW sogar eine Führung noch aus der Hand. Timmy Thiele hatte die Hausherren vor 406 Zuschauern mit 1:0 in Führung geschossen.

„Viele Dinge vermissen lassen“

Davor und danach war jedoch Siegen das aktivere Team. Die Mannschaft von Michael Boris präsentierte sich keineswegs frustriert. Ganz im Gegenteil: Ali Ibrahimaj sorgte noch vor der Pause für den Ausgleich (39.). Nach der Halbzeit stellten Manuel Glowacz (49.) und Malte Niewelder (72.) das Spiel endgültig auf den Kopf. Massih Wassey gelang kurz vor dem Schlusspfiff immerhin noch das 2:3. „Wir haben zu viele Dinge vermissen lassen“, kritisierte Beckstedde.

Fans sorgen für Polizei-Einsatz

Etwa 50 bis 60 Siegener Fans haben das Spiel derweil nicht im Stadion verfolgt. Die Gruppe habe laut Polizeiangaben auf dem Weg vom Bahnhof in Rheda bis zum Jahnstadion in Wiedenbrück Pyrotechnik gezündet. Beim Stadioneinlass habe die Polizei daraufhin die Aufnahme der Personalien aller Fans angewiesen. Das verweigerte die Gruppe, die sich schließlich aufteilte und ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei im Bereich des Freibads lieferte. Zu Sach- oder Personenschäden kam es nicht, schließlich wurden die Fans der Sportfreunde wieder zurück zum Bahnhof eskortiert.

Rote Karte für Al Ghaddioui

Der SC Verl verlor am Aachener Tivoli vor 12 700 Zuschauern. Kevin Behrens erzielte in der 38. Minute die Führung für den Aufstiegskandidaten. Fabian Graudenz erhöhte in der 64. Minute zum 2:0. Nur wenig später sah Verls Hamadi Al Ghaddioui nach einer vermeintlichen Tätlichkeit (69.) die Rote Karte. Die Mannschaft von Andreas Golombek bleibt trotz der Niederlage Tabellensechster.

Die kompletten Analysen sowie weitere Reaktionen zu den Niederlagen des SC Wiedenbrück und SC Verl lesen Sie am Montag in der „Glocke“.

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