Niermann tritt an mit dem Ziel OWL-Fusion
Fingerzeig: Andre Niermann

 Dabei überraschte bei dem am Dienstagnachmittag im VIP-Raum des Heidewaldstadions einberufenen Pressegespräch weniger der Name Andre Niermann als Kandidat für das Präsidentenamt, sondern vielmehr dessen klare inhaltliche Botschaft. „Es kann nur ein Ziel geben“, stellt der 53-Jährige seine Amtszeit unter eine einzige Prämisse.

Die lautet, den von Landrat Sven-Georg Adenauer vor wenigen Wochen öffentlich gemachten Versuch der Fusion mit den benachbarten Regionalligisten SC Verl und SC Wiedenbrück zu einem OWL-Verein in die Tat umzusetzen. „Nur dann gibt es eine Zukunft für höherklassigen Fußball in dieser Region“, ist sich der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende sicher. „Und wer als Mitglied des Vereins dieses Ziel nicht mitverfolgt, soll mich nicht wählen.“

Dabei weiß der Leiter eines mittelständischen Gütersloher Unternehmens, das Anlasser und Lichtmaschinen produziert, natürlich, dass es zu seiner Person keine Alternative gibt. Dass sein Noch-Vorgänger Dr. Ruhnke im Frühjahr der Adenauer-Initiative aus finanziellen Gründen eine Absage erteilt hatte, wurde von Niermann umgehend korrigiert.

 „Es hat Unstimmigkeiten und Missverständnisse gegeben, ich habe Herrn Adenauer aber klar gemacht, dass wir voll hinter einer Bündelung der Kräfte stehen und mit im Boot sind. Das wird anfangs etwas kosten, aber das werden wir stemmen“, hofft der seit drei Jahren dem Aufsichtsrat angehörende Unternehmer andererseits, dass sich durch das neue Ziel auch neue Sponsoren akquirieren lassen. Für Niermann ist die Fusion und somit die Aufgabe der Eigenständigkeit alternativlos.

So bezeichnete der Präsident in spe die Finanzlage als „nach wie vor nicht rosig.“ „Aber wir sind auf einem guten Weg und haben auch frische Zusagen.“ Dennoch kommt der aktuelle Trikotsponsor („Ich unterstütze den Verein weiter, aber nicht mehr auf vorne dem Trikot“) zu dem Schluss, dass ein Aufstieg derzeit nicht zu stemmen sei. Dem angepasst wird die sportliche Zielsetzung, die Niermann erst mit Klassenerhalt bezeichnete, dann aber relativierte. „Wenn der Trainer es schafft, dass wir oben mitspielen, werden wir auch alles versuchen und ihn nicht ausbremsen.“

 Über Alexander Leng, der heute als zweiter Vorsitzender wieder zur Wahl steht, hat ein Austausch mit dem Sportlichen Leiter und Trainer Holger Wortmann stattgefunden.

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