Nippon und JSV fusionieren zum Jubiläum
Geile Zeiten: Die beste Nippon-Truppe in den Jahren der Nord-Westfalenliga von 1967 bis 72 und als Pokalsieger mit (o. v. l.) Helmut Hanf, Josef Berheide, Horst Schäfer, Günter Thiel, Erich Nowotzin und dem Vorsitzenden Willi Müller, (u. v. l.) Jürgen Boelhauve, Otto Höllmann und Bernd Gommen.

Doch nächstes Jahr geht der JSV neue Wege. Dann fusioniert Nippon mit den Stadtkollegen vom JC Ahlen 74 – und das direkt nach dem großen Jubiläum. Einer, der von Anfang an dabei war, ist Günter Thiel. „Mein Eintrittsdatum ist der 1. Januar ’63“, erinnert er sich immer noch, als sei es gestern gewesen.

 Heute ist Thiel längst Ehrenvorsitzender bei Nippon, zuvor fungierte er 20 Jahre lang als Kreis-Dan-Vorsitzender und 35 Jahre als Kampfrichter: „Ich stehe halt für den Judosport“, lächelt er. Neben seinem Eintrittsdatum weiß Thiel auch noch gut über den ersten Meisterschaftskampf des Vereins Bescheid, bei dem es in Bielefeld ganz schön was auf die Mütze gab. Schließlich war er selbst auch dabei: „Da haben wir richtig Haue bekommen“, erzählt Thiel. Grund dafür war, dass die Ahlener Judoka nicht auf Judomatten, sondern auf Ringermatten trainieren mussten.

 „Deshalb haben die uns reihenweise mit Fußwürfen überrumpelt“, verrät Thiel. Als dann aber die richtigen Tatami-Judomatten angeschafft wurden, begann die Erfolgsgeschichte des JSV. In der Zeit zwischen 1967 und 1970 sammelten die Ahlener eine Trophäe nach der anderen.

 Im neuen Jahr soll dann eine neues Kapitel des Judosports in der Stadt aufgeschlagen werden, wenn Nippon mit dem JC 74 zusammengeht. „Ich stehe voll dahinter“, begrüßt der Ehrenvorsitzende Thiel diese Maßnahme und freut sich schon.

 Ahlens Judoka wollen jetzt gemeinsam angreifen

Nach 50 langen Jahren und einer bewegten Geschichte fusioniert der JSV Nippon also mit dem JC Ahlen 74, wodurch in Ahlen eine neue Ära in Sachen Judosport beginnen soll. Günter Thiel, Nippons Ehrenvorsitzender, ist davon mehr als angetan, schließlich war er einer der Initiatoren der Fusion: „Das ist eine ganz klare Verbesserung.“

Für die Zusammenkunft der beiden Vereine gibt es mehrere Gründe. „Zwei Vereine in so einer Stadt wie Ahlen sind zuviel“, meint Thiel, der davon überzeugt ist: „Wenn die beiden Partner vernünftig zusammenarbeiten, ist wieder richtig was möglich hier.“

Auch die Nachwuchsarbeit spielt dabei eine große Rolle, denn sowohl Nippon, als auch der JC 74, haben aktuell keine Senioren-Mannschaft, die am Meisterschaftsbetrieb teilnimmt. Daher soll nun eine neue Generation ausgebildet werden, die diesen Part übernehmen kann. „Der JC hat hervorragende A-Jugendliche. Wenn die sich mit unseren Jungs zusammentun, dann können die in den nächsten Jahren im Seniorenbereich wieder richtig angreifen“, hofft Thiel.

Nippon hat momentan 70 Mitglieder im Jugend- und Schülerbereich. „Da steckt viel Potenzial drin“, weiß Thiel, der einen Ausblick auf die nächsten zehn bis zwanzig Jahre wagt: „In dieser Zeit wird etwas Gutes entstehen.“ Und er muss ja wissen, schließlich war er von Anfang an dabei und hat mitbekommen, wie der kleine JSV Nippon Ahlen landesweit erfolgreich wurde. Das soll jetzt noch einmal geschehen, auch wenn der gemeinsame Name noch nicht feststeht. „Das wird noch geklärt“, so Thiel. Also dann: Auf ein Neues!                                                                                                                                                  Philip Maack

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