Nonhoff rettet SuS kurz vor dem Ende
Die pure Freude: Riko Nonhoff (unten links) schießt das erlösende Tor zum 2:2 des SuS Ennigerloh und damit zum Klassenerhalt. Fans und Mitspieler hält es da nicht mehr! 

 Mehr als zehn Minuten wurden nachgespielt, dann war endlich aus Ennigerloher Sicht Ende und die Feierlichkeiten konnten beginnen. Einige Kilometer weiter tat die Warendorfer SU alles für den Klassenerhalt, siegte mit 5:0. Doch durch Nonhoffs spätes Tor bleibt der WSU nur der Gang in die Kreisliga. Um 15.35 hingegen war Ennigerloh in der Blitztabelle abgestiegen.

In einer äußerst schlechten ersten Halbzeit lag der SuS durch ein Tor von Daniel Riemer (3.) nach einer Ecke hinten. Warendorf führte da mit 2:0. Wenig später ging die WSU mit 3:0 in Front, Ennigerloh kassierte zeitgleich das 0:2 erneut durch Riemer (33.). Da schien alles vorbei zu sein. Ennigerloh zeigte bis dahin nichts, was den Klassenerhalt hätte rechtfertigen können.

Doch in der Pause wuschen die Trainer Dennis Herrmann und Paul Malkusz ihrer Mannschaft den Kopf: „So laut haben sie uns noch nie erlebt“, sagte Herrmann. Und neben einer Umstellung auf das 3-5-2 und der Einwechslung von Hendrik Hohmann als zweite Spitze brachte das Wirkung. Endlich zeigte der SuS den nötigen Kampf, verteidigte nach vorne und spielte in die Spitze.

„Wir müssen uns bedanken, dass ihr eine Schippe draufgelegt habt“, verneigte sich Herrmann vor dem Team. Schon in den letzten Minuten vor der Pause spielte Ennigerloh mehr nach vorn und hatte erste Chancen, doch direkt nach der Pause vergab Hohmann frei vor dem Torwart, ebenso tat es Souliman El Habasi nach 60 Minuten.

Der Anschluss lag in der Luft, und spätestens mit Hohmanns Treffer (69.) nach einem Freistoß von Kapitän Christoph Hakenes glaubte am Stavernbusch wieder jeder an den Klassenerhalt.

Nach der Trinkpause in der zweiten Halbzeit hatte Lohauserholz wieder etwas mehr Aktionen nach vorn, doch es traf Nonhoff zum Ennigerloher Glück. Am Ende musste Ennigerloh noch zittern – Patrick Mutlu köpfte einen Ball von der Linie (90.+4). „Wir haben es uns in der zweiten Halbzeit verdient“, lobte Herrmann und hatte auch etwas Mitleid. „Doch für Warendorf ist es umso bitterer.“

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