Nur 1:1 - FSV Gütersloh zu inkonsequent
Foto: Rollié
FSV-Torhüterin Sarah Rolle (l.) bekam in der Schlussphase mehr zu tun, als ihr lieb war.
Foto: Rollié

„Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht“, sagte FSV-Außen Celina Baum zutreffend. Sie saß nach der Partie mit leerem Blick auf dem Kunstrasen der Tönnies-Arena, nachdem sie in der 90. Minute nach einem Konter den Pfosten getroffen und die letzte von vielen ausgezeichneten Siegchancen der Hausherrinnen liegengelassen hatte. „Irgendwann habe ich angefangen nachzudenken“, erinnerte sie sich an die Szene, in der sie 50 Meter allein auf den Gästekasten zugestürmt war. 

Enge: „Hatte drei Elfmeter aus dem Spiel heraus“

Daran allein ließ sich das Unentschieden natürlich nicht festmachen, weil es ungerecht wäre. „Wir hatten aus dem Spiel heraus mindestens drei Elfmeter“, betonte Güterslohs Trainer Steffen Enge. Es langte aber nur zum Führungstreffer der aufgerückten Innenverteidigerin Maren Tellenbröker (23. Minute) nach einer Ecke von Josefine Neß. 

Besonders in der ersten Viertelstunde nach der Pause hätte der Tabellenführer von der Dalke die Entscheidung erzwingen müssen. Annalena Rieke (48./54., 58.), Shpresa Aradini (50., 63.) und Noreen Günnewig (52.) tauchten teilweise allein vor dem Turbine-Gehäuse auf, schlossen aber zu früh oder zu unpräzise ab. „Und dazu kam dieser Sonntagsschuss, der auch noch von der Unterkante hinter die Linie sprang“, beschrieb Enge das Traumtor von Potsdams Adrijana Mori (79.) aus fast 30 Metern. 

In der Schlussphase angezählt

Danach war das Gütersloher Team einige Minuten angezählt und hatte Glück, dass Mieke Schiemanns Versuch (82.) von der Querstange ins Aus sprang. 60 Sekunden darauf beschwor Turbine-Abwehrspielerin Angelina Barthel nochmals größte Torgefahr herauf. Kurz vor Schluss wurde es erneut brenzlig, als Schiedsrichterin Irina Stremel nach einer Notbremse von FSV-Innenverteidigerin Melanie Schuster den roten Karton in der Tasche ließ. 

Zu elft bekam Gütersloh noch diese eine Großchance von Celina Baum, die - bezeichnend für die Begegnung - nicht den Weg ins Tor fand.

SOCIAL BOOKMARKS