Nur eigenes Knie bremst Biederbick
Bild: Dezort
Obwohl Dennis Biederbick (l.) in diesem Frühjahr verletzungsbedingt erst spät mit dem Training beginnen konnte, hat er jüngst mit Klassenleistungen auch seinen Trainer Ralf Gosda begeistert.
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Zudem unterbot er die Meisterschaftsnorm der Herren. Und das, obwohl der 17-Jährige aufgrund von langanhaltenden Kniebeschwerden erst im April ins Training eingestiegen war. Man vermag sich kaum vorstellen, zu welchen Leistungen der Ahlener fähig wäre, wenn sein Knie halten würde.

„Dennis ist für mich eines der größten Talente im deutschen Laufsport, aber Talent allein reicht nicht aus. Er kann nun mal nicht so trainieren, wie es im Lehrbuch steht“, erklärt Biederbicks Trainer Ralf Gosda. „Er wäre ohne Probleme sicherlich bei 1:47 und damit in der europäischen Spitze. Aber wir müssen sachlich und nüchtern bleiben“, ergänzt Gosda.

Nachdem man frühzeitig das Jahresziel, die Europameisterschaft im schwedischen Eskilstuna, ad acta legen musste, setzen Biederbick und Gosda nun alles auf die deutschen U20-Meisterschaften Anfang August. „Ich habe hohe Ziele und will in Jena definitiv ins Finale,“ sagt Biederbick.

Aber das lädierte Knie macht sich wieder bemerkbar. „Im Moment tut es wieder weh. Wir fahren am Freitag noch zu einem Wettkampf nach Minden und probieren dort aus, was alles möglich sein kann.“

Abseits der Laufbahn gibt sich der Nachwuchsathlet bescheiden und bodenständig. Sein Herz schlägt aber gänzlich für den Laufsport, sodass er seine Freizeit ausschließlich darauf ausgerichtet hat. „Ich habe keine anderen Hobbys. Gerne spiele ich in Ruhe Playstation.“ „Dennis trinkt kein Alkohol, raucht nicht und geht auch selten auf Partys,“ betont dessen Coach Ralf Gosda.

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