Nur harte Kerle besiegen einen Drachen
Zweimal in Erndtebrück erfolgreich: RW Ahlens Stürmer Luca Steinfeldt (l.) kann es doch! Muss er auch, denn mit Marko Onucka fehlt in Paderborn eine Alternative in der zentralen Offensive.

Kann man verstehen, denn nur hartgesottene Kerle werden gegen die U 21 des Bundesligisten SC Paderborn 07 bestehen können. Die Lage ist klar: Im Stadion Laumeskamp in Delbrück trifft der Vierte aus Ahlen auf den Fünften, sportliche Unterschiede sind sportlich höchstens unterm Mikroskop zu erkennen, heißt: Nur der Sieger darf sich weiter in der Spitzengruppe tummeln.

Verständlich also, dass Ahlens Trainer mögliche Verstärkungen aus der Paderborner Erstliga-Truppe fürchtet und „männliche Einstellung“ fordert: „Extra-Meter laufen, klare Zweikampfführung und mutig nach vorn.“ So ein Drache besiegt sich nicht von allein. Dass genau das Ennepetal zuletzt mit einem 3:1 geschafft hat, läge, laut Britscho, nicht allein daran, dass die echte Kerle seien, sondern auch Glück hatten. „Paderborn hat einige klare Chancen ausgelassen.“

 So viel Dusel kann man nicht zweimal haben, also „müssen wir über unsere Grenzen gehen und unsere Chancen suchen“, fordert Britscho verwegene Forschheit und unerhörte Heldentaten von seinen Machos.

Passt „Isi“ Budak gerade nicht so Bild, der hat sich nämlich ausgerechnet in seinem Leistungshoch eine ganz unmännliche Nasennebenhöhlen-Vereiterung zugezogen und fällt ebenso aus wie Onucka (Adduktoren). Ob der „Kilometerfresser“ (Britscho) Kaldewey kann, entscheidet sein lädiertes Knie.

Der Rest der Truppe fiebert aber schon dem heißen Tanz entgegen. „Ach, gegen uns ist auch ekelig zu spielen“, macht sich der Trainer keine Sorgen um seine bösen Buben. Denn auch andersherum wird auch ein (Fußball-) Schuh daraus: Um Ahlener Männer zu besiegen, braucht es mindestens echte Paderborner Paschas.

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