Oberliga-Meisterpokal an die TSG Rheda
Glücklich  waren die Trainerinnen Andrea (l.)  und Petrra Beckstett

  Sowohl Rheda als auch Dortmund mussten gewinnen, um den Meistertitel zu erobern. Am Sprung setzten Johanna Depenbusch (11,25 Punkte), Fiona Mennen (11,40), Jana Terhechte (11,85) und Leonie Schmedthenke mit der höchsten Wertung von 13,25 Punkten die Konkurrenz unter Druck. Nun musste der KTV am Stufenbarren beweisen, was in ihm steckt. Die mit Handständen und Flugteilen sauber vorgetragenen Übungen von Mennen (8,20), Terhechte (8,75), Schmedthenke (9,70) und Carla Feuersträter (10,25) fanden Anklang bei den Kampfrichterinnen, wurden aber streng bewertet.

 Dies war der TSG-Riege nach der Präsentation der Dortmunder ziemlich egal. Mit den höchsten Gesamtpunkten an diesem Gerät und einem weiteren Vorsprung von fünf Punkten durfte Rheda ruhig den Schwebebalken angehen. Bei den Trainerinnen Petra und Andrea Beckstett stieg allerdings der Adrenalinspiegel.

Als Erste musste Emelie Holterdorf den Schwebebalken bezwingen. Mit einer sicher gestandenen Übung und der dritthöchsten Tageswertung von 10,65 Punkten war die erste Hürde gemeistert. Auch Terhechte ließ nichts anbrennen (10,15). Die jüngste im Team, Carla Feuersträter, zeigte ohne Wackler ihre mit Schwierigkeiten gespickte Übung. Durch eine kleine Konzentrationsschwäche musste sie einmal das Gerät verlassen. Mit 12,10 Punkten erhielt sie als Zweitplatzierte eine Bestnote. Die Spannung stieg.

Westfalenmeisterin Leonie Schmedthenke wollte sich die Krone als Turnkönigin aufsetzen. Ob es das freie Rad, der Salto oder der Menicelli auf dem nur zehn Zentimeter breiten Balken war, die 14-Jährige turnte wie auf einer breiten Bodenfläche sicher in den Stand. Als Lohn erhielt sie nach dieser Darbietung noch nie erturnte 14,45 Punkte. Geschockt zeigten sich die ersatzgeschwächten Dortmunderinnen. Mit mehreren Stürzen gaben sie weiter.

Der Boden war jetzt nur noch reine Routine für die TSG-Turnerinnen, die lautstark vom Publikum angefeuert wurden. Mit tänzerisch schönen Choreografien und grandioser Akrobatik heimsten Carla Feuersträter und Johanna Depenbusch (11,40), Jana Terhechte (12,10) und die überragende Leonie Schmedthenke (13,50) den Tagessieg ein. Mit einer Gesamtpunktzahl von 401,50 und 24,05 Zählern Vorsprung auf den KTV Dortmund eroberte die TSG Rheda erstmals den Meisterpokal. Ob nun auch der sechste Aufstieg in Folge in der Fürstenstadt gefeiert werden darf, zeigt sich erst im Herbst nach Beendigung der NRW-Liga.

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