Oelder Citylauf hat Weltklasse-Format
Bild: Kremser
Am Freitag, 10. Juni, werden die Zuschauer in Oelde erneut großartigen Laufsport genießen.
Bild: Kremser

Darunter auch Jan Fitschen (TV Wattenscheid). Fitschen ist 24-facher deutscher Meister und – noch bedeutsamer – Europameister des Jahres 2006 über 10 000 Meter. Der Leichtathlet des Jahres 2006 wird in Oelde über die ebenso lange Distanz aber vermutlich im Schatten der Läufer aus Schwarzafrika stehen.

Hauptorganisator Egon Jürgenschellert kündigt einen Elite-Wettbewerb an, der Weltklasseformat besitzt. Von der Quantität her mag der Citylauf nicht an Veranstaltungen wie den Hermannslauf oder den Münster-Marathon heranreichen, die Klasse der Athleten aber sucht im näheren Umfeld ihresgleichen. Sowohl das Männer- als auch das Frauenfeld sind exquisit.

Vor den Augen der Zuschauer und Moderator Wolf-Dieter Poschmann werden sich vor allen Dingen die Sportler aus Kenia und Äthopien wieder spannende Duelle liefern. Die Kenianer Edwin Kipyego (Bestzeit: 28:03 Minuten), Vorjahressieger Daniel Chebii (27.43), Streckenrekordhalter Paul Kipkorir (28:04), Pius Kirop (27:52) und Patrick Kimeli (27:26) dürften bei den Männern das Maß der Dinge sein.

Jan Fitschen, der deutsche Halbmarathonmeister André Pollmächer (Rhein-Marathon Düsseldorf) und Musa Roba-Kinka (SC Gelnhausen) werden versuchen, den Afrika-Express möglichst lange zu begleiten.

Bei den Frauen brennt die Vorjahrszweite Tola Fate aus Äthiopien (Bestzeit: 32:04) darauf, dieses Mal ganz vorne zu landen. Ihre kenianischen Widersacherinnen Monica Jepkoech (31:59) und Selly Kaptich (31:38) wollen alles daran setzen, genau das zu verhindern.

 Besonders kurios wird der Auftritt des Esseners Achim Aretz, der für den LSF Münster läuft. Aretz war bis vor kurzem Weltrekordler im Retrorunning. Das heißt, er läuft rückwärts und wird in Oelde im Feld der Elite-Frauen starten. Aretz (Zehn-Kilometer-Bestzeit: 41:26) hat wildentschlossen angekündigt, sich in Oelde den Weltrekord zurückzuholen, den ihm kürzlich der Dresdner Thomas Dold mit einer Zeit von 40:58 entrissen hatte.

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