Oelder Citylauf setzt erneut Maßstäbe
Bild: Rollié
Möglicherweise noch besser besetzt als im rekordträchtigen Jahr 2018 könnten die Elite-Felder des Oelder Citylaufs bei der 22. Auflage am 8. Juni sein. Sowohl bei den Frauen als bei den Männern wackeln die Strecken-Bestmarken.  
Bild: Rollié

Auf den Regen verzichten die Macher der 22. Auflage der Top-Veranstaltung am Samstag, 8. Juni, gerne, auf exzellente Athleten hingegen nicht. Letzteres müssen sie allerdings keinesfalls, wie ein Blick auf die erste Starterliste des Elitelaufs für Frauen und Männer mit Beginn um 20.30 Uhr mehr als deutlich macht.

 

Kopp verpflichtet komplettes Osterlauf-Podium

Der Berliner Szenekenner Christoph Kopp hat bei seinem zweiten Oelde-Engagement abermals keine Mühen gescheut und beispielsweise für die Männerkonkurrenz das komplette Podest des Paderborner Osterlaufs unter Vertrag genommen.

Paderborn-Sieger Yasin Haji Hayato (Äthiopien) ist mit einer Bestzeit von 27:54 Minuten für die zehn Kilometer vorangemeldet. An seiner Seite wird sein Landsmann und zugleich Osterlauf-Zweiter Ashenafi Moges Weldegiogis (27:55) Pflaster und Asphalt unter die schnellen Beine nehmen.

Reizvolles Duell zwischen Kenia und Äthiopien

Das ist läuferische Extraklasse, aber die Gastgeber haben vermeintlich noch schnellere Sieganwärter verpflichtet – und schüren ganz bewusst die reizvolle sportliche Rivalität der Äthiopier und Kenianer bei der Jagd auf den Streckenrekord von 27:44 Minuten.

Lawi Korgei (27:41) war zwar „nur“ Dritter an der Pader, weist aber wie sein kenianischer Mitstreiter Josphat Kipchichir Too (27:48) noch bessere Zehn-Kilometer-Bestmarken vor als die Widersacher aus Äthiopien. Weitere vier Läufer aus Uganda und Kenia wollen beim 22. Citylauf wie bei früheren Anlässen Zeiten unter 29 Minuten abliefern.

Selbst pfeilschnelle Deutsche nur krasse Außenseiter 

Angesichts dieser persönlichen Rekorde wird es selbst der zweifache Köln-Marathon-Sieger Hendrik Pfeiffer (29:17/TV Wattenscheid) extrem schwer haben, in die Spitzengruppe zu laufen. Tom Gröschel (29:34/Rostock) ist der zweite Deutsche, der es mit den Schwarzafrikanern aufnimmt.

Auch im Frauenrennen wackelt der Streckenrekord

Nicht minder hochklassig ist das Frauenfeld mit Antonia Kwambai (Kenia) an der Spitze. Ihre Bestzeit von 31:02 Minuten liegt 24 Sekunden unter dem Streckenrekord der im Vorjahr überragenden Dercas Tuitok.

Silenat Yismaw Hunegnaw (31:51) und Alemtsehay Asefa Kwasegn (31:39/beide Äthiopien) laufen in einer ähnlichen Liga.

Deutsche Läuferinnen auf den Spuren von Luminita Zaituc

Die Deutsche Melat Kejeta Yisak (31:51/Laufteam Kassel) wird sich bemühen mitzuhalten und alles dafür tun, den nationalen Streckenrekord von Luminita Zaituc (31:58) aus dem Jahr 2002 zu knacken. Zu beachten sein wird auch die amtierende deutsche Marathonmeisterin Anja Scherl (33:17/Regensburg).

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