„Ohne Druck kontinuierlich weiterentwickeln“
Der Jubel über den Heimsieg gegen Altenbeken-Buke gehörte zum bisherigen Saisonhöhepunkt für Isselhorsts Trainer Dirk Elschner.

„Die Glocke“: Unmittelbar vor dem  Saisonstart musste der Kader einen  erben personellen Rückschlag wegstecken. Wären Sie zu dem Zeitpunkt mit der jetzigen Bilanz von 8:8-Punkten und Tabellenplatz sieben zufrieden gewesen?

Dirk Elschner: Als mit Benjamin Martinez mein verlängerter Arm auf dem Feld und der Spieler, der die Mannschaft führen sollte, seine Karriere verletzungsbedingt beenden musste, war das sehr schmerzhaft. Neun Wochen Vorbereitung wurden dadurch ad absurdum geführt. Wir mussten alles ändern. Dann fiel auch noch Felix Marquardt, der sich sehr gut entwickelt hatte, mit Rückenproblemen aus. So gesehen wäre ich damals zufrieden gewesen.

„Die Glocke“: Sind Sie denn aktuell mit der Ausbeute zufrieden? Elschner: Nö. Denn wir haben in den ersten drei Spielen Lehrgeld bezahlt, bis wir mit dem Sieg in Brockhagen in die Saison gefunden und gleich noch zwei weitere Spiele gewonnen haben. Umso mehr hat mich danach die Niederlage gegen Senden aufgrund individueller Fehler geärgert. Mit 10:6 Punkten hätten wir mehr geholt als gedacht. 8:8 ist als Bilanz okay. Aber zufrieden damit? Nee, bin ich nicht.

„Die Glocke“: Was ist denn noch drin in dieser Saison?

Elschner: Mit Steinhagen, Hüllhorst und Spenge II kommen in diesem Jahr noch drei Gegner auf Augenhöhe. Eine Platzierung kann ich nicht voraussagen. Mir ist wichtig zu sehen, dass wir uns kontinuierlich weiterentwickeln. Und das am besten ohne den Riesendruck, noch einmal in den Abstiegskampf zu geraten. Dass wir dabei noch Rückschläge erleben werden, ist auch klar. Denn die Mannschaft ist sehr jung.

„Die Glocke“: Waren die drei Auftaktniederlagen oder die Heimpleite gegen Senden nach den drei Siegen das größte Negativerlebnis?

Elschner: Weder noch. Das größte Negativerlebnis war für mich die 23:36-Niederlage gegen Lit im ersten Heimspiel der Saison. Die war heftig, denn da haben wir uns hängen lassen.

„Die Glocke“: Und der bisherige positive Höhepunkt war der 33:22-Derbysieg in Brockhagen nach zuvor drei Niederlagen?

Elschner: Am meisten gefreut habe ich mich über den Heimsieg gegen Altenbeken-Buke. Da haben wir verdient gegen eine Mannschaft von oben gewonnen. Positiv sind auch die Entwicklungen einiger Spieler, so wie bei Jonas Dallmann, der aus der Kreisliga kam und sich zu einem spielbestimmenden Faktor entwickelt hat. Oder Max Kollenberg, der seit einigen Wochen wieder an Leistungen anknüpft, die schon eine Weile her sind. Oder Julian Höcker, der mit seinen 32 Jahren nochmal einen Sprung gemacht hat bei der Abwehrarbeit, im Mitspielen am Kreis und im Vorangehen.

 „Die Glocke“: Wie lautet Ihr persönliches bisheriges Fazit nach acht Saisonspielen?

Elschner: Die Situation vor dem ersten Spiel hat alle erst einmal unter Schock gesetzt. Aber dann sind wir da herausgekommen, auch die jungen Spieler haben ihren Fokus gefunden. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass wir in jeder Serie die ersten drei Spiele verlieren müssen.

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