Ohne Zirkus ins Pokal-Halbfinale
Die Abwehr muss stehen: Hier die Mauer von RW Ahlen, das mit Respekt ins Duell gegen Beckum geht.

 „Ich kenn’ Peter von früher. Der ist geradeaus, ein direkter Typ.“ Fairness und Respekt, das wünschen sich die beiden auch im Umfeld, wenn die alten Rivalen Beckum und RW Ahlen den Finalgegner von Vorwärts Ahlen (6. Juni) ausspielen.

„Ich glaube an den sportlichen Wettkampf, nicht an den Zirkus nebenbei“, grantelt Feldkötter, und Eickelmann verwünscht die Sicherheitsauflagen wegen der gewaltbereiten Zuschauer. „Es ist desaströs, dass wir deshalb in Ahlen spielen müssen. Zuhause hätten wir den Favoriten etwas ärgern können, jetzt aber sind wir Außenseiter. Wenn auch nicht chancenlos.“

 So sieht’s auch Feldkötter, der weiß: „Beckum ist immer in der Lage zurückzukommen.“ Und so hat er seine Jungs gewarnt, aber auch motiviert: „Wer am Ende der verkorksten Saison nicht wenigstens noch den Kreispokal gewinnen will, der braucht gar keinen Trainer mehr“, verlangt er von seinem, übrigens kompletten Team, zu beweisen, „dass es immer noch einen Schritt weiter ist als Beckum.“

 Auch hier eine Parallele: Die BSV braucht nach drei Niederlagen in der Meisterschaft ebenso dringend einen Schub fürs Selbstvertrauen wie der Gastgeber. Und so nimmt Eickelmann das Duell sehr ernst, will defensiv beginnen und abwarten: „Alle sind an Bord, da wird bei der Aufstellung nicht rotiert.“

Keine Experimente unter Nachbarn, das hat auch Feldkötter als Parole ausgegeben und lächelt gequält: „Wir experimentieren doch schon seit 29 Spielen. Es wäre fatal, wenn wir den Kader erneut umbauen.“ Zwei Trainer, zwei Mannschaften, die momentan so viel verbindet. Wäre da nicht der Pokal, könnten sie glatt Fans voneinander sein.

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