Ott vergibt Abschiedsgeschenk für den Trainer 
Für Marc Oliver Stricker, hier  mit  Co-Trainerin und Vorgängerin Britta Hainke, war die Partie in Köln der letzte Auftritt als Trainer des FSV Gütersloh.

 Dabei war mehr drin, aber Melanie Ott verschoss in der 90. Minute einen Foulelfmeter im Kölner Franz-Kremer-Stadion. Damit gelang es dem FSV auch nicht, sich von den Abstiegsplätzen zu lösen. Die Gütersloherinnen überwintern auf dem zwölften und somit drittletzten Tabellenplatz.

Shpresa Aradini brachte den FSV in der 20. Minute nach einem Zuspiel von Melanie Ott mit 1:0 in Führung. Überhaupt sah Stricker im ersten Durchgang Vorteile für seine Mannschaft. Doch nach dem Seitenwechsel drehte Köln auf und kam durch einen schlecht verteidigten Eckball zum Ausgleich (60.). Beinahe wäre Gütersloh in einer fulminanten Schlussphase noch der Siegtreffer gelungen. Auf dem Weg zum Tor wurde Aradini gefoult, den fälligen Strafstoß setzte Melanie Ott in der 90. Minute allerdings übers Tor. „Immerhin hat sie die Verantwortung übernommen“, nahm Stricker die Schützin in Schutz.

Gerne hätte Stricker den FSV auf einem Nicht-Abstiegsplatz an seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin übergeben. „Es geht alles sehr eng zu in der Liga. Und wir haben ja noch das am vergangenen Wochenende ausgefallene Essen-Spiel in der Hinterhand“, sieht Stricker trotzdem gute Chancen auf den Klassenerhalt.

 Sein Fazit nach einem halben Jahr als FSV-Trainer fällt positiv aus, selbst „wenn wir ein paar Punkte liegengelassen haben“. Allen Beteiligten attestiert Stricker, einen „ordentlichen Job“ gemacht zu haben. Vor allem im Bereich der Fitness hätten sich die Spielerinnen enorm entwickelt, wie auch die Partie beim 1. FC Köln noch einmal unterstrichen habe. „So etwas muss aber auch die Basis sein, wenn es schon in anderen Bereichen hapert.“ Ob und wie es für ihn beim FSV Gütersloh weitergehen wird, ließ Marc Oliver Stricker gestern offen, eine Entscheidung falle erst im kommenden Jahr.

 Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass er dem Verein erhalten bleibt, denn: „Es hat Spaß gemacht.“

 FSV: Klett – Schulz, Schmücker, Blümel – Wille, Wolf (81. Lange), Günnewig, Aehling (81. Stojan) – Aradini, Ott, Berning (77. Fetaj) Tore: 0:1 (20.) Shpresa Aradini, 1:1 (60.)

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