Pforten der halben Torfabrik bleiben zu
Es gibt immer einen Weg, und Ahlens René Lindner (m.) findet ihn, auch, wenn es mal eng wird.

Während der Trainer von RW Ahlen nämlich seine Jungs fast ausschließlich mit Ball rennen lässt, liebt es der Kollege Andrius Balaika von der TSG Sprockhövel eher klassisch: laufen, bis die Lunge pfeift, und das Spielgerät bleibt fein im Ballnetz. „Die haben Kraft, sind enorm kampfstark. So eine Trainingsmethode kann auch sehr zielführend sein“, hat Britscho jüngst bei einem Sprockhövel-Test ausspioniert.

Ob also eher das spielerische Moment (Ahlen) oder doch besser die traditionelle Waldlauf-Ackerei (die anderen) für 90 Minuten höchstes Niveau reichen – man wird es Freitag Abend sehen. Wenn aber die Rotweißen ab 19.30 Uhr in der Travel Arena „Im Baumhof“ in die Rückrunde starten, dann entscheidet nicht nur der längere Atem. Und das macht etwas mehr Sorgen.

Ohne die angeschlagenen Cihan Yilmaz und Marko Onucka muss Ahlen nämlich gleich die halbe Torfabrik  zuhause bleiben – zusammen sind beide bisher für 17 der 35 Ahlener Tore gut gewesen. „Jammern ist nicht mein Ding“, schiebt Britscho diese Problematik beiseite und lobt stattdessen eher seine anderen Offensiven: ein Martin Fuhsy habe in den Tests gut getroffen, was auch für Timon Schmitz gelte. Und zentral darf auch vielleicht mal statt Yilmaz ein Mehmet Kara die Strippen ziehen, wer weiß, ober er da nicht sowieso besser aufgehoben ist als auf der Außenbahn?

Also mal locker abwarten, ob Sprockhövel bei nur einem Zähler Abstand im Verfolgerduell an Ahlen vorbeiziehen kann. „Wir sind gut und breit aufgestellt“, zahlt der Trainer einen Vertrauensvorschuss und empfindet „eine sehr schöne Vorfreude“ bei dieser so wichtigen Liga-Premiere. Denn „Fußballer sind sensibel, von so einem ersten Spiel hängt viel ab“, weiß Britscho. Und wenn es daneben geht, gibt es sicher kein Straf-Lauftraining im Wald. Und selbst wenn – den Ball dürfen sie ja zum Bäume-Umdribbeln mitnehmen. Dann macht’s wenigstens mehr Spaß.

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