Plötzlich ist Lars Ricken am Telefon
„Jungs, so müsst ihr es machen!“ Per Fingerzeig teilt Christian Flüthmann aus Herzebrock-Clarholz seiner Mannschaft mit, was zu tun ist. Er trainiert die U 16 von Borussia Dortmund.

Mit einem Laptop unter dem Arm und einer schwarz-gelben Trainingsjacke in der Hand geht Christian Flüthmann über die Straße in Richtung Holzhofstadion. Weit hat er es nicht, er hat Herzebrock-Clarholz nie den Rücken gekehrt. „Viele Spiele der Victoria sehe ich allerdings nicht. Aber ich schaue sonntags immer nach dem Ergebnis“, sagt Flüthmann, dem schlicht und einfach die Zeit fehlt, um die Partien seines Ex-Clubs regelmäßig zu verfolgen. Er muss arbeiten.

Erfolg, der beim BVB erwartet wird

Seine U 16 des BVB – also der Jungjahrgang der B-Jugend – muss auch sonntags ran, meistens um 11 Uhr. „Wir sind jetzt zweimal in Folge Meister geworden. Erst in der Landesliga, dann als Aufsteiger auch in der Westfalenliga“, berichtet Flüthmann. Diese Bilanz macht ihn zufrieden, aber nicht zwingend stolz. In Dortmund wird von ihm erwartet, mit dieser Mannschaft in dieser Liga Erfolg zu haben. Höher geht es mit der U 16 nicht, denn in der B-Jugend-Bundesliga spielt bereits die erste Garde des BVB.

Zu Gast in Los Angeles

Von Victoria Clarholz, wo Christian Flüthmann ab 1998 fast alle Junioren-Teams betreut hat und später auch als Co-Trainer der ersten Mannschaft tätig war, führte ihn der Weg zu Arminia Bielefeld, dann zum VfL Osnabrück. Es folgten eine Hospitation beim amerikanischen Profi-Club Los Angeles Galaxy und ein Angebot des SV Rödinghausen, der mittlerweile in der Regionalliga spielt. Jugendleiter sollte er werden. Eine reizvolle Aufgabe, Flüthmann sagte zu. Und kurz darauf wieder ab. „Dann bekam ich einen Anruf von Dortmunds Jugend-Koordinator Lars Ricken, ich sollte mich mal vorstellen“, erklärt Flüthmann. Blöd gelaufen für Rödinghausen, gut gelaufen für die Borussia. Und für ihn.

Weitere Hintergründe zur Laufbahn von Christian Flüthmann lesen Sie am Samstag in der „Glocke“.

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